Arsène Wenger ist bekannt für sein feines Näschen, was kommende Spitzenspieler angeht. Zahlreiche junge Talente gingen durch seine Schule und entwickelten sich zu Weltstars. Die erfolgreiche Talentsichtung vergangener Tage lässt allerdings auch die Erwartungshaltung für die Zukunft anwachsen. „Die Leute wollen keinen vielversprechenden Spieler sehen, sondern den nächsten Lionel Messi“, erklärt der Franzose laut ‚Daily Mail‘, „es wird immer schwieriger, denn die Konkurrenz ist groß.“

Nach Einschätzung des Erfolgstrainers haben sich die Talenthochburgen in den vergangenen Jahren nach Deutschland und Spanien verlagert: „Wir waren in Frankreich sehr gut vernetzt, aber dort werden mittlerweile weniger Topspieler ausgebildet als noch vor 15 Jahren. Die aufstrebenden Länder sind Deutschland und Spanien. Sie haben Frankreich abgelöst und stellen eine Menge gute, junge Spieler.“ Mit Serge Gnabry und Thomas Eisfeld hat Wenger bereits zwei DFB-Youngster nach London gelotst.

Ein weiteres Vorzeigetalent aus dem deutschen Nachwuchs ist Lewis Holtby. Der dribbelstarke Mittelfeldspieler ist Kapitän der U21-Nationalmannschaft und hat im vergangenen Jahr einen großen Sprung gemacht. Seinen Vertrag beim FC Schalke 04 will er allerdings nicht verlängern. Vielmehr möchte der ehemalige Aachener im kommenden Sommer seinen Traum von der Premier League wahrmachen. „Ja, wir haben ihn ins Visier genommen“, bestätigt Wenger das Interesse des FC Arsenal am 22-Jährigen, der auch bei den Tottenham Hotspurs auf der Liste steht.

Auch wenn Wenger in Holtby nicht den nächsten Messi aus dem Hut zaubern kann, würde der entwicklungsfähige Offensivakteur mit seiner Ballsicherheit und seinen Qualitäten im Passspiel bestens ins Konzept der ‚Gunners‘ passen.