Wir müssen sehr strikt mit unserem Budget umgehen. Wir können keine verrückten Sachen machen.“ Mit dieser Aussage sorgt Oscar Grau, Generaldirektor beim FC Barcelona, für Aufsehen. Die englische ‚Sun‘ bringt sie nun mit der Vertragslage um Lionel Messi in Verbindung. Das Arbeitspapier des Superstars endet 2018. Eine Verlängerung wird für Barça zur Kostenfrage.

Um Messi von seinem Verbleib zu überzeugen, sei ein Wochengehalt von umgerechnet rund 570 000 Euro von Nöten. Da unlängst aber bereits die Verträge mit Luis Suárez und Neymar zu üppigen Konditionen ausgedehnt wurden, könnte eine Messi-Verlängerung die Einhaltung des Financial Fairplay der UEFA gefährden. Das ruft wiederum die Manchester-Klubs City und United auf den Plan.

48 Millionen im Jahr

Die ‚Sun‘ berichtet, dass die Skyblues gar ein Sommerangebot über 115 Millionen Euro für den Angreifer vorbereiten. Dabei würde es sich um eine neue Weltrekordablösesumme handeln – trotz nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit. Als Salär würden Messi derweil astronomische 920 000 Euro erwarten – pro Woche. Das entspricht einem Jahresgehalt von fast 48 Millionen Euro.

Auch das immer wieder als Interessent kolportierte United sei bereit, für den fünfmaligen Weltfußballer ganz tief in die Tasche zu greifen. Konkrete Zahlen nennt das Boulevardblatt in diesem Fall aber nicht. Müsste Messi jedoch die Wahl zwischen seinem Ex-Coach Pep Guardiola und José Mourinho treffen, dürfte der Zauberfloh seinen Lehrmeister aus vergangenen Tagen wählen.

„Der Beste der Geschichte“

Grau hat indes eine klare Präferenz. Er will Messi bei den Katalanen halten: „Ich möchte, dass der beste Spieler in der Geschichte hier bleibt und wir werden einen Weg finden. Die Zahlen müssen aber stimmen.“ Das würden sie für Messi bei einem England-Wechsel auf jeden Fall. Klar ist aber auch, dass sich Barça für einen Verbleib des Eigengewächses so weit strecken wird, wie es nur kann.

FT-Meinung: Guardiola ist ein bekennender Messi-Fan. Das City-Präsidium würde ihm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen, um einen Deal zu finalisieren. Auch United und andere Spitzenteams werden sich um den Linksfuß bemühen, sollte er sich nicht mit den Blaugrana auf ein neues Arbeitspapier einigen können. In diesem Fall dürfte es Barça schwerfallen, ein 115 Millionen Euro-Angebot abzulehnen. Dennoch erscheint eine Verlängerung in Barcelona derzeit am wahrscheinlichsten.