Der Beginn des spanischen Sommertransfermarkts war von der Seifenoper um Antoine Griezmann geprägt. Als der Wechsel des Superstars von Atlético Madrid zum FC Barcelona schließlich über die Bühne ging, hoben die Colchoneros den mahnenden Zeigfinger.

Der Vorwurf, der mit belastenden E-Mails untermauert wurde: Barça habe bereits im Frühjahr die Verhandlungen mit Griezmann aufgenommen. Damals lag die Ausstiegsklausel des Weltmeisters noch bei 200 Millionen Euro. Offiziell verpflichtet wurde Griezmann aber erst am 14. Juli, als die festgeschriebene Summe auf 120 Millionen Euro gefallen war.

Atlético fühlte sich hintergangen und forderte deshalb eine Nachzahlung von 80 Millionen Euro. Barcelona sah das natürlich nicht ein – wollte aber gleichzeitig einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen. Deshalb haben die beiden spanischen Topklubs nun offenbar ein Arrangement getroffen.

Matching-Rights für Barça

Die Zeitung ‚El Mundo‘ berichtet, dass Barça weitere 15 Millionen Euro an Atlético überwiesen hat, um Frieden mit dem Hauptstadt-Klub zu schließen. Formal sichern sich die Katalanen zudem ein sogenanntes Matching Right für sechs Atlético-Stars, darunter Saúl Ñíguez und José Giménez.

Durch diese wird Barça informiert, sollten bei Atlético Angebote für besagte Spieler reinflattern. Der amtierende Meister hätte dann die Möglichkeit, selbst ein Angebot in gleicher Höhe abzugeben und würde im Zweifel den Zuschlag für den Spieler bekommen. In erster Linie ist man im Camp Nou aber froh, den Griezmann-Zoff zu den Akten legen zu können.