Gegen den FC Villarreal war es einmal wieder soweit: Ousmane Dembélé ließ seine ganze spielerische Klasse aufblitzen. Der 21-Jährige war immer anspielbereit und belebte das Offensivspiel der Katalanen. Bereits in der siebten Spielminute bekam der Ausnahmekicker Szenenapplaus, als er einen Haken nach dem anderen schlug, ehe sich Gegenspieler Alfonso Pedraza auf den Hosenboden setzte. Eine gute halbe Stunde später erzielte Abwehr-Boss Gerard Piqué nach einer Dembélé-Flanke die verdiente Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel überzeugte der zweitteuerste Einkauf der Klubgeschichte mit Spielwitz – immer mit dem Auge für den besser positionierten Mitspieler. Folgerichtig ließ ihn Trainer Ernesto Valverde 90 Minuten auf dem Platz. Dembélés erst zweiter Saisoneinsatz über die volle Spielzeit.

Dembélé auf einem guten Weg

Der bisher als Fehleinkauf abgestempelte Offensivspieler könnte seine Kritiker bald verstummen lassen. Beim Auswärtssieg im vergangenen Champions League-Gruppenspiel gegen die PSV Eindhoven (2:1) legte er den Führungstreffer durch Lionel Messi auf. Bis zu seiner Auswechslung in der 80. Spielminute ließ der Wirbelwind seinem Gegenspieler Angeliño auf der linken Abwehrseite in den Laufduellen keine Chance.

Trainer Valverde wird hoffen, dass sein Schützling hart an sich arbeitet und nur noch für positive Schlagzeilen auf dem Platz sorgt. Denn nicht nur der Barça-Trainer ist von den Darbietungen des Franzosen überzeugt: Die Fans im Camp Nou sind ebenfalls vermehrt angetan von ihrem Tempodribbler.

Sergio Busquets scheint also Recht zu behalten. Der spanische Nationalspieler war zuletzt der Meinung, dass Dembélé einen Lernprozess durchlaufe und jeder im Verein mit ihm Geduld haben müsse.