José Marñia Minguella ist in Barcelona ein bekannter Mann. Der 76-Jährige war einst Co-Trainer von Rinus Michels und kandidierte schon für die Präsidentschaft. Seine Brötchen verdient Minguella aber als Spielervermittler. In dieser Funktion nahm er im Sommer auch Kontakt zum Vater von Kylian Mbappé auf.

Als sich abzeichnete, dass Neymar den FC Barcelona verlassen wird, schaltete Minguella schnell. Gegenüber der ‚Marca‘ berichtet er: „Der FC Barcelona hätte Mbappé für 120 Millionen plus 30 Millionen Boni haben können. Ich sprach mit seinem Vater und er wollte nur zu Barça kommen. Wegen dem BBC-Sturm (Bale, Benzema, Cristiano, d. Red.) wollte er nicht nach Madrid. Ich habe seinen Vater angerufen, ohne meinen Namen zu sagen und habe gesagt, dass Barcelona ihn will. Er war begeistert davon, zu kommen.“

Die Blaugrana konzentrierten sich aber komplett auf die Personalien Philippe Coutinho und Ousmane Dembélé. Zweiteren holte Barça schließlich für 150 Millionen Euro an Bord, was Präsident Josep Maria Bartomeu heftige Kritik von Minguella einbrachte: „Bartomeu muss sich mit der Peinlichkeit schmücken, einen 20-jährigen Jungen für 150 Millionen verpflichtet zu haben. Menschen, die unseren Sport ruinieren, sollten nicht das Recht haben, Verträge zu unterzeichnen.“

Und auch über Coutinho hätte sich der Agent, der bekennender Fan des FC Barcelona ist, nicht freuen können. Im Sommer sagte Minguella: „Ich würde ihn nicht verpflichten. Soll mir ein Trainer sagen, wo er in diese Mannschaft passen soll. Coutinho ist 1,60 Meter groß. Wenn man ihn anpustet, fällt er hin.“