Die Transferpolitik des FC Barcelona sorgte unlängst für Aufsehen, als man mit Frenkie de Jong einen aufstrebenden Mittelfeldstar von Ajax Amsterdam nach langem Transferpoker schlussendlich für sich gewinnen konnte. Bis zu 86 Millionen Euro werden fällig. Auch die für viele überraschende Winter-Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng geriet in die Schlagzeilen. Mit Jeison Murillo vom FC Valencia und Jean-Clair Todibo vom FC Toulouse stießen zudem zwei Innenverteidiger per sofort zum Klub. Und im Hintergrund basteln die Klub-Bosse fleißig weiter am Kader für die nächste Saison.

So sollen sich die Katalanen laut spanischen Medien mit einer Rückkehr des 2017 zu Paris St. Germain gewechselten Neymar beschäftigen. Klub-Präsident Josep María Bartomeu wiegelt jedoch ab. In einem Interview mit dem Radiosender ‚Cadena COPE‘ sagt er über den Ex-Spieler: „Er hat mich nie angerufen, nicht der Vater und nicht der Spieler. Das sind Gerüchte, die auftauchen. Er hat sich für ein Projekt entschieden. Er hat viel Talent und viele Titel in Frankreich gewonnen. Wir haben mit Coutinho und Dembélé jüngere Spieler verpflichtet.“ Das Thema scheint also längst nicht so heiß zu sein wie es im Blätterwald gemacht wird.

Angesprochen auf Isco von Real Madrid sagt das Vereinsoberhaupt: „Wenn unsere Trainer uns nach einem Spieler fragen und er Real Madrid verlassen will, würden wir ihn natürlich holen.“ Und weiter: „Es gibt keine Nichtangriffspakte. Jeder versucht, sein Team am wettbewerbsfähigsten zu machen. Wir würden mit Madrid über Isco sprechen. Aber das Szenario hat es seit seit 2010 nicht gegeben.“

De Jong soll Ära prägen

Nicht in die Karten schauen lassen möchte Bartomeu sich bezüglich einer möglichen Verpflichtung von Bayern-Flirt Adrien Rabiot, der noch bis Saisonende bei Paris St. Germain unter Vertrag steht. „Er ist ein ablösefreier Spieler. Wir haben bereits die Erklärung abgegeben, dass es noch keine Einigung mit Rabiot gab. Das Thema interessiert mich momentan nicht. Wenn Barça mit Rabiot verhandelt, werde ich das nicht sagen und wenn nicht, dann auch nicht“, so der Funktionär.

Sommer-Neuzugang Frenkie de Jong traut Bartomeu künftig eine prägende Rolle in Barcelona zu: „De Jong wird zehn, zwölf oder 14 Jahre in diesem Klub spielen. Wir können das bezahlen, andere könnten das nicht.“ Und wenn es nach dem Präsidenten geht, läuft de Jong auch langfristig zusammen mit Klub-Ikone Lionel Messi im Camp Nou auf. Sein Vertrag soll, ebenso wie die Arbeitspapiere von Philippe Coutinho und Jordi Alba, auf jeden Fall verlängert werden, betont Bartomeu.