Am 6. Januar 2018 war es so weit. Der FC Barcelona verpflichtete nach monatelangen Bemühungen Philippe Coutinho vom FC Liverpool. An der Seite von Lionel Messi und Luis Suárez erlebte der 26-Jährige erfolgreiche erste Monate bei Barça, gekrönt vom Meistertitel. Acht Tore und fünf Vorlagen in 18 Partien steuerte Coutinho bei.

Doch in den vergangenen Wochen schwand der Stellenwert des brasilianischen Nationalspielers (45 Länderspiele, 13 Tore). Ernesto Valverde bevorzugte im Mittelfeld andere Spieler. Und den Platz auf der offensiven Außenbahn machte ihm häufig Enfant Terrible Ousmane Dembélé streitig.

„Coutinho-Dilemma“

In den vergangenen vier Ligaspielen saß der Mann aus Rio nur auf der Bank. Der Grund: Wenn Coutinho spielt, hatte er zuletzt wenig Einfluss auf das Spiel der Blaugrana. Seine letzte Torbeteiligung geht auf den 28. Oktober zurück. Für die spanische Presse ist das genug, um Fragen zu stellen. Die Zeitung ‚El Pais‘ schreibt sogar vom „Coutinho-Dilemma“.

Das Blatt zitiert einen namentlich nicht genannten Barça-Spieler: „Er ist ein guter Junge, der wenig spricht. Er hat viele Qualitäten, das zeigt er im Training. Aber er muss im Spiel freier spielen. Er hat seinen Platz noch nicht gefunden.“ Coutinho ist mit 160 Millionen Euro Ablöse der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte.

Entourage spricht bei Abidal vor

Entsprechend haben sowohl der Techniker als auch Barcelona andere Vorstellungen von seiner Rolle. Laut ‚Cadena COPE‘ ist Coutinho ziemlich bedient ob seines Reservistendaseins und der Behandlung durch den Klub. Entsprechend haben sich offenbar Vertreter des Spielers mit Sportdirektor Eric Abidal in Verbindung gesetzt, um Erklärungen zu fordern. Ausgang offen.

Klar ist nur: Coutinho hätte sich mit Sicherheit ein schöneres einjähriges Jubiläum im blau-roten Dress vorgestellt. Zuletzt wurden in England sogar Gerüchte um ein Interesse von Manchester United laut, das Coutinhos Situation ausnutzen wolle. Am heutigen Donnerstagabend im Pokalspiel gegen UD Levante (21:30 Uhr) hofft die Zaubermaus auf eine neue Chance in der Startelf. Schließlich will er sich bei seinem Traumklub dauerhaft durchsetzen.