Der FC Barcelona führt die Tabelle der Primera División souverän an. In der Champions League hat sich das Team von Tito Vilanova standesgemäß für das Halbfinale qualifiziert. Dennoch werden die Rufe im Camp Nou lauter, dass punktuelle Verstärkungen dem Team gut tun würden. Zunächst müssen die Katalanen allerdings Platz schaffen im Kader.

Kommen die Ausgeliehenen zurück, stehen Vilanova über 30 Spieler zur Verfügung. Der Coach will allerdings maximal mit 23 Akteuren in die neue Saison gehen. Die Verantwortlichen um Sportdirektor Andoni Zubizarreta müssen bis zum Sommer folglich etliche Entscheidungen treffen. Während noch offen ist, was mit den zahlreichen Rohdiamanten aus der eigenen Talentschmiede passiert, soll der ‚Marca‘ zufolge ein namhaftes Trio im Sommer seine Koffer packen.

Geld in die Kassen spülen könnten die Verkäufe von Torhüter Víctor Valdés und Stürmer David Villa. Die beiden Routiniers stehen bereits in Kontakt mit dem FC Arsenal in Kontakt. Zudem könnte Linksverteidiger Éric Abidal im Sommer nach Frankreich zurückkehren. Paris St. Germain signalisierte schon in den zurückliegenden Transferperioden starkes Interesse an der Verpflichtung des 33-Jährigen, der nach einer Lebertransplantation um die Rückkehr auf den Fußballplatz kämpft. Und obwohl Abidal gerne in Barcelona bleiben würde, deutet sich ein Abschied an.

Die geplanten Einnahmen aus den Verkäufen der drei Routiniers würden aber wohl nicht reichen, um die Wunschtransfers für den Sommer perfekt zu machen. Mit Keeper Vicente Guaita, dem brasilianischen Ballkünstler Neymar und Mats Hummels soll ein kostspieliges Trio nach Katalonien kommen.

Guaita vom FC Valencia wäre mit einer kolportierten Ablöse von rund zehn Millionen Euro noch ein Schnäppchen im Gegensatz zu Neymar und Hummels. Der Nationalspieler vom FC Santos hält alle Fäden in der Hand, zu welchem Zeitpunkt er nach Europa wechseln will. Unabhängig ob 2013 oder ein Jahr später, ‚Barça‘ muss rund 45 Millionen investieren. Und dass Borussia Dortmund Abwehrchef Hummels in Anbetracht eines Vertrags bis 2017 zum Schnäppchenpreis gehen lassen würde, darf getrost bezweifelt werden.