Der Transfermarkt ist tot, lang lebe der Transfermarkt. Obwohl die europäischen Klubs keine Spieler mehr verpflichten dürfen, beherrscht die Personalie Neymar nach wie vor den FC Barcelona. Die Katalanen hatten versucht, den Brasilianer von Paris St. Germain ins Camp Nou zurückzuholen, scheiterten jedoch an PSG.

Ein Vorhaben, das Spuren bei Barça hinterlassen hat. Die ‚Mundo Deportivo‘ berichtet in ihrer heutigen Titelstory gar von einem internen Konflikt in der Führungsetage des spanischen Meisters. Nicht jeder Barça-Manager war begeistert von der Aussicht, Neymar zurückzuholen. Schließlich hatte der Offensivstar Barcelona im Sommer 2017 im Unfrieden verlassen.

Funktionäre drohten mit Rücktritt

Die Abneigung gegenüber dem Brasilianer und einer möglichen Rückkehr soll bei manchen Entscheidungsträgern so groß gewesen sein, dass einige internen Protest einlegten. Manche sollen sogar mit ihrem Rücktritt gedroht haben. Zusätzliches Öl ins Feuer gossen die Aussagen von Lionel Messi vom gestrigen Donnerstag. Der Superstar gab zu Protokoll, er wisse nicht, ob Barça wirklich alles probiert habe, um Neymar zu verpflichten.

Nach wie vor sei die Barça-Führungsetage zwiegespalten. Auf der einen Seite stünden die, die nach wie vor Neymar verpflichten wollen und sich nach der PSG-Absage im nächsten Sommer wieder in die Transferverhandlungen stürzen wollen. Auf der anderen gäbe es die, die der Meinung sind, man solle sich eher auf die Verpflichtung von Kylian Mbappé konzentrieren.

Der Weltmeister von 2018 ist wie sein brasilianischer Teamkollege noch bis 2022 an PSG gebunden. Und die Verhandlungen um den 20-Jährigen würden wohl ähnlich hart werden wie die um Neymar. Zudem ist Mbappé auch der Wunschspieler des Barça-Erzrivalen Real Madrid. Bei den Königlichen machte man zuletzt keinen Hehl daraus, den jungen Franzosen verpflichten zu wollen.