Der FC Barcelona hätte sie alle gerne gehabt: Marco Asensio, Deni Ceballos und Theo Hernández. Die drei Hoffnungsträger entschieden sich aber allesamt für Real Madrid. Bei Maxime López, französischer U21-Nationalspieler und Sohn einer Spanierin und eines Algeriers, soll sich dies nicht wiederholen. Barça ist daher schon seit längerem an dem 19-jährigen Mittelfeldspieler dran und hat bereits Kontakt aufgenommen.

Wie die ‚Sport‘ berichtet, wird Real Madrid dem Rivalen aus Katalonien aber nicht kampflos das Feld überlassen. Auch die Königlichen haben ein Auge auf López geworfen, der sich bei Olympique Marseille bereits einen festen Platz in der ersten Mannschaft erarbeitet hat. In 43 Pflichtspielen für die Profis konnte der Youngster mit drei Toren und zwölf Assists auf sich aufmerksam machen.

Zidane schwärmt

Den größeren Bedarf nach einem Spieler der Marke López haben zweifellos die Blaugrana. Der Vertrag von Andrés Iniesta läuft aus und seine Uhr mittelfristig ab. Der technisch starke und wieselflinke López könnte in die Fußstapfen des Welt- und Europameisters passen. Doch auch in Madrid hat man den Anspruch, ein Talent seiner Klasse unter Vertrag zu nehmen.

Trainer Zinédine Zidane sagte schon im März über seinen 1,67 Meter kleinen Landsmann: „Er ist klein, aber es ist faszinierend wie er spielt. Auch seine Persönlichkeit hat mich beeindruckt. Er läuft viel, opfert sich auf und ist stark am Ball.“ Ein größeres Lob könnte es für López wohl kaum geben.

FT-Meinung: Das Duell zwischen Barça und Real ist ausgeglichen. Die Katalanen haben den Vorteil, dass mit Andoni Zubizarreta ein ehemaliger Spieler und Funktionär als Sportdirektor bei OM arbeitet. Zudem ist López gut befreundet mit Ousmane Dembélé. Madrid dagegen hat mit Zidane eine französische Legende auf der Trainerbank. Man darf gespannt sein, welcher Klub seinen Erzrivalen aussticht. Oder ob am Ende ein lachender Dritter das Rennen macht.