Dass es beim FC Barcelona in der neuen Saison noch nicht ganz rund läuft, liegt auch an der Offensivabteilung. Lionel Messi und Ousmane Dembélé hatten mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und bei Luis Suárez ist der Knoten erst in den vergangenen zwei Wochen so richtig geplatzt. Einzige Konstante war bislang Antoine Griezmann. Der 120-Millionen-Neuzugang wirkt teilweise aber noch wie ein Fremdkörper.

Anders als bei Atlético Madrid, wo er alle Freiheiten genoss, muss sich Griezmann in Barcelona unterordnen. Seit der Genesung von Superstar Messi findet sich der Franzose vornehmlich auf dem linken Flügel wieder. Seinem Naturell und seinen Qualitäten entspricht diese Rolle als Außenstürmer aber nicht wirklich.

Und so wird in Barcelona bereits diskutiert, ob und unter welchen Voraussetzungen zwei ähnlich agierende Spielertypen wie Messi und Griezmann zusammenfinden können. Für Teamkollege Clément Lenglet stellt sich diese Frage aber gar nicht: „Wir müssen alle sehen, dass sein Spiel sich durch die neue Position sehr verändert hat. Bei Barça ist er jetzt auf dem Flügel gelandet. Er arbeitet sehr hart für die Mannschaft und er hilft uns mit seinem Talent und seiner Aufopferungsbereitschaft. Für mich gibt es keinen Fall Griezmann.“

PSG-Gerüchte in Umlauf

Dass es die Presse teilweise anders sieht, damit muss Griezmann leben. In Spanien wurde sogar schon über ein mögliches Tauschgeschäft mit Neymar berichtet. Der im Sommer geplatzte Wechsel des Brasilianers könnte demnach künftig mit Griezmanns Hilfe über die Bühne gehen.

Doch wer den bei Real Sociedad San Sebastián ausgebildeten Weltmeister kennt, der wird wissen, dass eine Flucht aus Barcelona die allerletzte Option für ihn wäre. Schon als Jugendlicher musste sich Griezmann gegen die körperlich überlegenen Gleichaltrigen durchbeißen. Bis nach Spanien führte ihn seine Suche nach einem Verein, der an ihn glaubt. Eine Rückkehr nach Frankreich ist folglich kein Thema. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.