Erst im vergangenen Sommer verlängerte Lucas Hernández während der WM in Russland seinen Vertrag bei Atlético Madrid. Bis 2024 ist der Weltmeister seitdem an die Colchoneros gebunden. Eine Laufzeit, die den FC Bayern im Winter nicht davon abhielt, einen Vorstoß zu wagen. Ein Vorstoß, der Hernández schwer ins Grübeln brachte. Im Interview mit der ‚as‘ äußert sich der Franzose ausführlich zu den Wechselgerüchten.

Um die Wahrheit zu sagen, meine persönlichen Umstände haben sich geändert, und wenn ich eine Entscheidung treffen muss, kann ich nicht mehr nur an mich selbst denken“, erläutert Hernández. Mit Blick auf das Bayern-Interesse schildert er: „Es ist wahr, dass ich während des vergangenen Wintertransfermarkts eine bedeutende Anfrage hatte, bei einem anderen Klub zu unterschreiben und das erste, was ich tat, war, es dem Verein (Atlético, Anm. d. Red.) zu sagen.“

Die Verantwortlichen waren wenig begeistert vom Münchner Werben, erzählt Hernández: „Vom ersten Moment an sagten sie mir, dass es keine Option sei, die sie in Betracht ziehen könnten. Und die Wahrheit ist, dass sie wegen der Situation sehr verständnisvoll waren, und wir haben uns darauf geeinigt, alles vor Ende dieser Saison zu bewerten.“

Klausel nicht verhandelbar

Ob der Innenverteidiger, der auch links hinten agieren kann, künftig für den deutschen Rekordmeister auflaufen wird, sollte sich also in absehbarer Zeit klären. Bei 80 Millionen Euro liegt dessen Ausstiegsklausel. Und die ist nicht verhandelbar: „Ich weiß, dass die Bosse von Atlético beabsichtigen, meinen Vertrag zu verlängern. Aber auch sie sind bereit, meine zukünftige Entscheidung zu respektieren. Sie sind sich aber klar, dass sie meine Ausstiegsklausel auf keinen Fall verhandeln werden, weil sie wollen, dass ich noch viele Jahre bei Atlético bleibe.“

Absage an Real Madrid

Allzu schlecht stehen die Chancen für den FC Bayern nach diesen Worten wohl nicht – vorausgesetzt Hasan Salihamidzic und Co. sind bereit, einen neuen Bundesliga-Ablöserekord in die Welt zu setzen. Keine Hoffnung auf einen Hernández-Zuschlag darf sich derweil Stadtrivale Real Madrid machen. Im Sommer 2017 reichten die Königlichen ein Angebot ein.

Der 22-Jährige: „Aber ich sagte ihnen, dass ich nichts davon wissen will und das Angebot, das auf dem Tisch liegt, nicht in Betracht ziehen will. Jeder weiß, wie viel ich Atlético Madrid schulde.“ Seit fast zwölf Jahren trägt Hernández das Trikot der Rojiblancos – ab Sommer dann vielleicht das des FC Bayern.