Der Wechsel von Gelson Martins erregt die Gemüter. Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Portugal und Spanien will Sporting Lissabon bei der FIFA Protest gegen den Transfer des Flügelspielers zu Atlético Madrid einlegen.

Martins war am gestrigen Mittwoch ablösefrei zu den Rojiblancos gewechselt, da er zuvor nach einer Hooligan-Attacke wie viele andere Spieler seinen Vertrag bei Sporting gekündigt hatte. Dies sei nicht rechtens, da Martins nicht Teil der Spieler war, die von den eigenen Anhängern angegriffen wurden, argumentiert der Klub laut ‚Marca‘.

Widersprüchliche Angaben

Atlético selbst war zuletzt offenbar bestrebt, einen möglichen Rechtsstreit zu umgehen und bot Sporting aus diesen Grund eine Ablöse für den 23-Jährigen. Bei der Frage, wie hoch das Angebot ausfiel, widersprechen sich die Quellen. Wie die portugiesische Zeitung ‚Record‘ berichtet, handelte es sich um eine Offerte über 22 Millionen Euro zuzüglich zehn Millionen an Bonuszahlungen. Sporting lehnte demnach ab und forderte 50 Millionen.

Laut der ‚Marca‘ bot Atlético lediglich 15 Millionen und eine Beteiligung über 50 Prozent am nächsten Verkauf des Spielers. Zudem hätte die Möglichkeit bestanden, Luciano Vietto und Torhüter André Moreira leihweise nach Lissabon zu schicken. Sporting habe abgelehnt und 20 Millionen gefordert – die Hälfte seiner Ausstiegsklausel. Bisher hieß es, dass diese bei 60 Millionen liege.

Transfer-Chaos

Unabhängig vom tatsächlichen Ausmaß der Offerte bleibt festzuhalten, dass sich beide Vereine nicht einigen konnten. Da der portugiesische Verband Atlético jedoch unabhängig davon die Spielerlaubnis für Martins erteilte, nahmen die Spanier den Flügelspieler kurzerhand ablösefrei unter Vertrag. Das letzte Worte ist aber offenbar noch nicht gesprochen.