Der FC Barcelona sucht einen neuen Innenverteidiger. Denn Thomas Vermaelen (32) und Gerard Piqué (31) sind nicht mehr die Jüngsten, Samuel Umitit zögert mit einer Vertragsverlängerung und Winter-Neuzugang Yerry Mina konnte bislang nicht überzeugen. Mit Dayot Upamecano (RB Leipzig), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Thilo Kehrer (Schalke 04) wurden in den vergangenen Monaten auch drei Bundesliga-Profis als mögliche Neuzugänge gehandelt. Allem Anschein nach wollen sich die Katalanen aber lieber in der eigenen Liga bedienen.

Nach Informationen der ‚Sport‘ hat der spanische Tabellenführer konkretes Interesse an Clément Lenglet vom FC Sevilla kundgetan. Den Beratern des Franzosen teilten die Blaugrana demnach mit, dass der Abwehrmann seinen Vertrag in Andalusien unter keinen Umständen verlängern soll. Denn schon im Sommer will Barça Nägel mit Köpfen machen und die Ausstiegsklausel des 22-Jährigen ziehen. Barcelona rechnet mit einer Summe von 30 Millionen Euro.

Das Problem an der Sache: Aus Sevilla ist zu hören, dass Lenglet längst einen neuen Kontrakt unterzeichnet hat. Und dieser enthält angeblich eine festgeschriebene Ablöse in Höhe von 45 Millionen Euro. Womöglich wird der Deal für die Blaugrana also um satte 50 Prozent teurer als bislang kalkuliert.

So oder so, für Sevilla wäre der Verkauf von Lenglet ein einträgliches Geschäft. Für schlappe 5,4 Millionen holte man den Innenverteidiger im Januar 2017 von der AS Nancy. Lenglet hat sich in Spanien schnell zurechtgefunden und gehört in dieser Saison zu den verlässlichsten Stützen im Team von Coach Vincenzo Montella. Fragt sich nur, wie lange noch.