Keylor Navas‘ Aufstieg zur Nummer eins im Tor von Real Madrid verlief ungewöhnlich. 2014 kam er als neuer Ersatzmann von Iker Casillas. Als Tauschobjekt sollte es für den Costa Ricaner nach Casillas‘ Abgang ein Jahr später zu Manchester United gehen. Der Wunschkandidat der Königlichen hieß David de Gea. Doch der Transfer des gebürtigen Madrilenen scheiterte auf der Zielgeraden.

Mittlerweile bestreitet Navas bereits seine zweite Saison als Stammkraft in der spanischen Hauptstadt. Für seine Auftritte wird er aber beileibe nicht mehr so furios gefeiert wie in der vergangenen Spielzeit. Erst am vergangenen Wochenende fabrizierte er ein kurioses Eigentor. Für Florentino Pérez habe diese Fehlleistung das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht, heißt es in Spanien.

Die ‚as‘ berichtet, dass der Präsident den Namen de Gea zurück auf die Agenda holen will. Der Bauriese gilt als großer Fan des United-Keepers und gleichzeitig als misstrauisch gegenüber Navas. Anders sehen dies aber offenbar Trainer Zinédine Zidane und die Real-Mannschaft, die dem 30-Jährigen unisono das Vertrauen ausgesprochen haben sollen.

Eine Pattsituation, die der als dickköpfig verschriene Pérez wohl nicht auf sich sitzen lassen wird. Im Ernstfall würde der Boss den Machtkampf im Keim ersticken, im übertragenen Sinne mit den Muskeln spielen und de Gea an Land ziehen. Angeblich besitzt der 26-Jährige eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro. Diese Summe dürfte es Pérez wert sein, ein Exempel zu statuieren.

PlausibelFT-Meinung: Die ‚as‘ ist über Vorgänge bei Real Madrid des Öfteren recht gut informiert. Dass Pérez ein großer Fan von de Gea ist, ist zudem kein Geheimnis. Letztendlich fehlt wohl nur das Ja-Wort des United-Keepers, um eine große Keeper-Rochade auf dem europäischen Transfermarkt loszutreten. Leidtragende könnten Keylor Navas sowie sein Trainer und seine Mitspieler sein, die sich dem Willen des Präsidenten beugen müssten.