Bei Zinedine Zidane war der Plan voll aufgegangen. Der einstige Weltklasse-Spieler verdiente sich in Real Madrids Jugendabteilung und später in der zweiten Mannschaft seine Meriten, ehe er die Profis übernahm. Der Ausgang ist bekannt. In zweieinhalb Jahren unter der Führung von Zizou gewannen die Königlichen sensationelle dreimal den Titel in der Champions League.

So ähnlich wollte es Florentino Pérez mit Raúl handhaben, der seit dem vergangenen Sommer als Coach im Real-Jugendbereich tätig ist. Wie die ‚Mundo Deportivo‘ schreibt, soll der 41-Jährige in einigen Jahren das Zepter in Madrid übernehmen. Bis dahin war Santiago Solari als Cheftrainer eingeplant.

Der Argentinier ist spätestens seit dem Ausscheiden aus der Königsklasse allerdings nicht mehr zu halten. Präsident Pérez würde Solari am liebsten direkt rausschmeißen. Weil sich bisher keine kurzfristige Lösung findet, wird der glücklose Coach aber auch am Sonntag gegen Real Valladolid auf der Bank sitzen.

Mourinho wäre bereit

Immer wieder ist der Name José Mourinho zu lesen, wenn es um den Solari-Nachfolger geht. Doch es gibt viele kritische Stimmen in Reals Führungsetage und auch im Team, die sich gegen eine erneute Verpflichtung des Special One aussprechen. Und so kann sich Pérez bisher nicht durchringen, Mourinho unter Vertrag zu nehmen. Wenngleich der Portugiese keine Sekunde zögern würde.

Etliche weitere Namen wie Joachim Löw, Massimiliano Allegri, Mauricio Pochettino und Guti werden gehandelt. Wirklich heiß ist aber keine dieser Spuren. Anders ist das offenbar bei Zidane. Zum Ex-Coach soll es schon Kontakt gegeben haben. Der Franzose ist dem Vernehmen nach aber erst zur nächsten Saison bereit, einen neuen Job anzunehmen. Eine Spielzeit ohne Champions League-Titel kommt für Zizou schließlich nicht infrage.