Der Poker um Neymar spitzt sich zu. In der Nacht auf Freitag berichtete die katalanische ‚Sport‘, dass der FC Barcelona ein finales Angebot für den Superstar abgeben wird. Dieses werde weit höher ausfallen als das vorherige.

Dem Vernehmen nach fragte Barça nach einer zweijährigen Leihe samt Kauf für weniger als 200 Millionen Euro. Nicht akzeptabel von Paris St. Germain, das dem spanischen Meister nun offenbar die Pistole auf die Brust setzt.

Ultimatum an Barça

Laut Informationen des Radiosenders ‚RAC1‘ war der Austausch zwischen beiden Klubs am gestrigen Donnerstag sehr angespannt, sodass PSG ein Ultimatum an Barça richtete.

Entweder die Blaugrana unterbreiten bis Freitagnachmittag ein Angebot, das diesen Namen verdiene. Oder aber man wende sich an Real Madrid, um Neymar zu verkaufen. Die Königlichen befinden sich schon lange in Lauerstellung.

Dembélé-Tausch?

Für Barça ist ein Neymar-Wechsel zum Erzrivalen natürlich die Horrorvorstellung, weshalb das PSG-Ultimatum Früchte zu tragen scheint. Laut ‚RAC1‘ wird das neue Angebot wesentlich höher ausfallen als das vorherige.

Besonders interessant: Nachdem Barcelona in den vergangenen Wochen versucht hatte, Spieler vom Abstellgleis (Rakitic, Coutinho) in den Deal einzubinden, könnte nun Ousmane Dembélé zum Tausch angeboten werden.

Reunion mit Tuchel?

Der Franzose war 2017 als Nachfolger von Neymar gekommen. Mit PSG-Coach Thomas Tuchel arbeitete Dembélé schon in Dortmund zusammen. PSG soll starkes Interesse am 22-jährigen Flügelspieler haben. Doch Dembélé lehnte einen solchen Tausch bislang ab.

FT-Meinung: Es scheint, als würde der Poker um Neymar in die ganz heiße Phase gehen. Barcelona muss sich gehörig strecken, um den verlorenen Sohn zurückzuholen. Mit dem Faustpfand Dembélé – sofern er sich denn überzeugen ließe – stünden die Chancen aber besser als zuvor.