Bei Real Madrid müsste man sich zweimal überlegen, ob ein Rausschmiss von Zinedine Zidane wirklich ein sinnvoller Schritt wäre. Laut einem Bericht der ‚Sport‘ sprechen vor allem wirtschaftliche Argumente gegen eine Trennung von dem Franzosen, der in seiner ersten Amtszeit für drei aufeinanderfolgende Champions League-Titel verantwortlich war.

Laut dem katalanischen Blatt würde eine Entlassung in Summe 80 Millionen Euro kosten. Die ‚Sport‘ rechnet vor: Pro Jahr streicht Zidane im Santiago Bernabéu 13 Millionen netto ein. Dies wären für die verbliebenen drei Vertragsjahre 39 Millionen Euro. Zuzüglich Steuern und weiterer Abgaben müsste Real also jene oben genannten 80 Millionen aufbringen, um Zidane von seinem Amt zu entbinden.

United und Mourinho als Vorbilder?

In ähnliche Sphären musste vor knapp einem Jahr schon Manchester United vordringen. Damals flossen 27 Millionen Euro netto an José Mourinho. Die Entlassung erfolgte sehr spät und als allerletzte Lösung, nachdem es eigentlich schon monatelang drunter und drüber gelaufen war bei den Red Devils.

Dieser Punkt dürfte bei Zidane noch nicht erreicht sein. Mit zwei wenig überzeugenden Siegen und zwei Unentschieden ist man in die La Liga-Saison gestartet. Auffallend: Vor allem das Offensivspiel kommt äußerst uninspiriert daher. Zidane muss nun beweisen, dass er nicht nur Stars moderieren, sondern auch einem Team einen Spielstil einimpfen kann. Eine komplett neue Aufgabe für den Weltmeister von 1998.