Auf Schalke läuten die Alarmglocken. Nachdem die Schalker mit zwei Erfolgen gegen Nürnberg und Bochum vorzüglich aus den Startlöchern gekommen sind, ist der Schalke-Motor gehörig ins Stottern geraten: Gegen Hoffenheim reichte es nur zu einem mehr als schmeichelhaften Punkt und gegen den SC Freiburg setzte es jetzt eine echte Heim-Blamage. Spielerische Armut und Konzeptlosigkeit offenbarte sich aufs Deutlichste.
Dementsprechend geknickt wirkt auch Meistermacher Felix Magath: „Das war harmlos, kopflos. Nur mit langen Bällen nach vorne – ich weiß gar nicht, wer das den Spielern gesagt hat. Das war nichts heute“, so Magath zur ’Bild’. „Wir haben so schlecht gespielt wie letzte Saison. Damit habe ich nicht gerechnet, das hat mich erschreckt.“
Wenn die Schalker nichts unternehmen, könnte es sogar noch schlimmer kommen: Sollte aus dem Transfer von Rafinha zu den Bayern noch etwas werden, würde ein absoluter Leistungsträger von Bord gehen. Rafinha selbst hat mit dem FC Schalke jedenfalls so gut wie abgeschlossen (FussballTransfers berichtete). Ein Ersatz für den Brasilianer wäre absolut notwendig, zuletzt wurde Landsmanns Jonathan gehandelt (FussballTransfers berichtete).
Angesichts der jüngsten Leistungen, an denen Rafinha noch beteiligt war, ist der Handlungsbedarf ohnehin riesig. Vor allem am spielerischen Moment fehlt es den Schalkern. Abhilfe könnte zumindest theoretisch der Ex-Schalker Lincoln schaffen, der zuletzt bei Galatasaray Istanbul unter Vetrag sand. Laut türkischen Medienberichten möchte der derzeit vereinslose Brasilianer in die Bundesliga zurückkehren (Fussballtransfers berichtete). Für die Schalker, die Verbindlichkeiten in Höhe von 136,6 Millionen Euro belasten, vielleicht eine Option.
Stephan Kläsener
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