„Er wird gehen, weil Juventus 120 Millionen Euro durch ihn einnehmen will. Ich denke, er wird im Januar nach Spanien wechseln. Er hat Angebote von dort und aus England.“ Nein, es war nicht etwa der Berater von Paulo Dybala, der diese Worte von sich gab. Sondern der Präsident von dessen Ex-Klub US Palermo, der stets gesprächige Mauricio Zamparini. Mit seinen Aussagen über den technisch perfekten Offensivspieler von Juventus Turin steckte er die spanische Presse in Brand.

Aber warum sollte Dybala offen für einen Wechsel im Winter sein? Ganz einfach: Weil er für den Moment seinen Stammplatz bei der Alten Dame verloren hat. Eigentlich galten der Argentinier und Cristiano Ronaldo schon als neues Traumduo. Am ersten Spieltag gegen Chievo Verona harmonierten die beiden aber nicht gut, zudem bröckelte die Balance im Spiel. Trainer Massimiliano Allegri, ein Verfechter der perfekten Defensivordnung, reagierte und brachte Mario Mandzukic für Dybala ins Team.

Das sagt Dybala

Die beiden darauffolgenden Pariten beobachtete der 24-Jährige von der Seitenlinie. Und seitdem nehmen die Gerüchte in Italien ihren Lauf. Zwar betont Dybala, keine Panik aufgrund seiner Reservistenrolle zu haben, doch erkennt er die aktuelle Schwierigkeit der Lage: „Ich gebe zu, dass mein Saisonstart nicht so gut war wie vergangenes Jahr oder in 2016. Doch eins ist sicher: Ich möchte nun nach Turin zurückkehren, um dort gut zu arbeiten und meinen Platz im Team zu finden“, sagte der Linksfuß der ‚Gazzetta dello Sport‘ nach dem gestrigen Freundschaftsspiel zwischen Kolumbien und Argentinien (0:0).

Natürlich möchte ich etwas mehr Spielzeit abgreifen. Ich werde heute ankommen und für Sonntag bereit sein. Und am Mittwoch kommt die Champions League gegen Valencia: Das ist der Wettbewerb, der mich besonders motiviert“, fuhr Dybala fort. Mit Blick auf seinen noch bis 2022 datierten Vertrag hat der Standardspezialist keine Eile, schon heute seinen Abschied vorzubereiten. Das könnte aber in ein paar Wochen schon anders sein, wenn er bis dahin weiterhin auf der Bank schmort.