Brescia Calcio-Trainer Fabio Grosso hat seine Gründe für den Trainingsausschluss von Mario Balotelli dargelegt. „Wenn ich jemanden im Training sehe, der nicht so trainiert wie ich es will, dann nehme ich ihn lieber raus“, erklärt Grosso auf einer Pressekonferenz. Am vergangenen Donnerstag wurde Balotelli noch während des Mannschaftstrainings vom Vereinsgelände geworfen.

Ich leugne nichts, was ich über Mario gesagt habe. Ich bin sehr daran interessiert, seine Fähigkeiten zu nutzen“, so Grosso. Ob Balotelli in den Spieltagskader für das Duell gegen die AS Rom rückt, lässt der Brescia-Coach jedoch offen und will zunächst die Meinung der Mannschaft einholen: „Ich ziehe es vor, zuerst mit dem Team zu sprechen und es ihm dann mitzuteilen.“

Ist Balotelli im Januar weg?

Sollte der Angreifer für das Roma-Spiel gestrichen werden, wäre die Krise offiziell. Der ‚Gazetta dello Sport‘ zufolge ist das Tischtuch zwischen Grosso und Balotelli bereits zerschnitten. Auch mit dem Vereinspräsidenten soll sich der 29-Jährige am gestrigen Freitag bei einem Vier-Augen-Gepräch überworfen haben.

Daher beschäftigt man sich beim Tabellenletzten der Serie A inzwischen mit einem Balotelli-Verkauf im Winter. Mit nur zwei Treffern in sieben Pflichtspielen lieferte der einstige Nationalstürmer ohnehin nicht den größten sportlichen Mehrwert für sein Gehalt. Zwar steht der Raiola-Klient noch bis 2022 bei Brescia unter Vertag, mit der sich anbahnenden Suspendierung scheint das Balotelli-Abenteuer nun vorzeitig zu Ende zu gehen.