Unter José Mourinho war Inter Mailand erfolgsverwöhnt. In der letzten Saison holten die Italiener das Triple aus Champions League, Pokal und Meisterschaft. Während der Portugiese zu Real Madrid wechselte, um den ‚Königlichen‘ zu altem Glanz zu verhelfen, landeten die ‚Nerazzurri‘ nach dem letztjährigen Höhenflug in dieser Spielzeit unsanft auf dem Boden der Tatsachen.

In der Meisterschaft liegt das Team von Trainer Leonardo auf Rang 4. Tabellenführer AC Mailand ist fünf Punkte voraus. Im Pokal wartet der AS Rom im Halbfinale. Aus der Champions League ist Inter nach dem 2:5 gegen Schalke 04 so gut wie ausgeschieden. Vereinsboss Massimo Moratti entschied deshalb laut ‚Il Salvagente‘, dem Klub einen Neufang zu verordnen.

Coach Leonardo muss gehen. Allerdings erst zum Saisonende, weil die potenziellen Nachfolger derzeit nicht zur Verfügung stehen. Wunschkandidat Nummer 1 ist Josep Guardiola, dessen Vertrag beim FC Barcelona im Juni 2012 endet. Der Spanier holte mit seinem Team im Jahr 2009 alle Titel, die es im Vereinsfußball zu gewinnen gibt. In dieser Saison schickt sich der 40-Jährige an, dieses Kunststück zu wiederholen. Laut anderer italienischer Medienberichte gab es bereits erste Gespräche zwischen Moratti und dem Erfolgstrainer, der sich zuletzt öffentlich über einen Abschied von den Katalanen äußerte.

Der Spanier könnte ein verlockendes Antrittsgeschenk von Inter erhalten: Die Mailänder bemühen sich nach Informationen von ‚Il Salvagente‘ um die Dienste von Cesc Fábregas. Der Mann vom FC Arsenal soll das Team von Inter in der Champions League wieder konkurrenzfähig und Guardiola den Posten im San Siro schmackhaft machen.

Drei Punkte könnten diese Pläne durchkreuzen: Erstens: Nicht nur Inter Mailand ist an Guardiola interessiert. Auch der FC Chelsea hat die Fühler ausgestreckt. Carlo Ancelotti steht bei den ‚Blues‘ kurz vor der Entlassung. Zweitens: Der ursprüngliche Wunschkandidat bei den Mailändern ist Ex-Trainer José Mourinho. Sollte dieser bei Real nach der Saison aufhören, will Moratti den Portugiesen zurückholen. Drittens: Der Vertrag von Guardiola beim FC Barcelona wurde erst im Februar verlängert. Es ist unwahrscheinlich, dass die Katalanen ihren Erfolgsgaranten ziehen lassen wollen.



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