Monate, bevor sein Wechsel zu Juventus Turin feststand, war Cristiano Ronaldo klar, dass er Real Madrid verlassen wollte. Die Frustration, nicht der bestbezahlte Spieler der Welt zu sein, wurde für den Weltfußballer laut ‚Marca‘ zum Problem – und bewog ihn zum Abschied aus der spanischen Hauptstadt. Als Ronaldos Entscheidung feststand und Real-Präsident Florention Pérez sein Ok gab, musste der Torjäger selbstredend festlegen, wo es als nächstes hingehen sollte.

Laut der ‚El Mundo‘ kam die erste Offerte für CR7 schließlich vom AC Mailand. Die Ankunft von Investor Li Yonghong und dessen Wille, Milan wieder zu einem Big Player in Europa zu machen, ließen die Rossoneri unweigerlich auf Ronaldo stoßen. 150 Millionen Euro Ablöse war Milan demnach bereit, auf den Tisch zu legen. Ronaldo aber zweifelte dem Bericht zufolge an der Wettbewerbsfähigkeit des Traditionsklubs.

Den ersten formellen Anruf bei Real Madrid tätigte indes wohl Manchester United. Ronaldos Ex-Klub war laut der ‚El Mundo‘ aber nicht bereit, den geforderten Mindestbetrag von 100 Millionen Euro zu zahlen. Ein Deal rückte somit schnell wieder in weite Ferne. Bei den Red Devils wäre Ronaldo auf Ex-Coach José Mourinho getroffen, unter dessen Regie er die torreichste Zeit seiner Karriere erlebte.

PSG mit wildem Plan

Nach Milan und United trat wohl auch Paris St. Germain auf den Plan. Die Franzosen meldeten sich demnach bei Ronaldo-Berater Jorge Mendes und hinterlegten ihr Interesse. Allerdings verfolgte PSG einen ungewöhnlichen Plan: Der Tuchel-Klub wollte erst am letzten Tag des Transferfenster eine Offerte für Ronaldo abgeben, damit Real nicht im Gegenzug versuchen könnte, Neymar oder Kylian Mbappé ins Bernabéu zu holen. Ein Modell, das CR7 zu riskant erschien.

Schließlich wählte der Portugiese unter all seinen Optionen Juventus Turin aus. „Ich mag sie, weil sie ein hervorragend strukturierter Klub sind. Außerdem habe ich nie vergessen, dass sie mich schon zu Sporting-Zeiten verpflichten wollten“, erläuterte Ronaldo bei seiner Ankunft. Dazu kamen die stehenden Ovationen im Frühjahr, als er per Fallrückzieher im Juventus Stadium für Real gegen die Gastgeber traf. Eine große Ehre für Ronaldo.