Eigentlich hatte der SV Werder Bremen Nachwuchsstar Hakan Çalhanoğlu schon fest an der Angel. Doch die Rechnung hat Manager Klaus Allofs offenbar ohne den Karlsruher SC gemacht. Seit Wochen pocht Manager Oliver Kreuzer auf die drei Millionen Euro Ablöse, letztlich wird der Wechsel an die Weser wohl genau an dieser Summe scheitern.

Und die Personalie wird immer undurchsichtiger. Denn inzwischen hat sich auch Trabzonspor zu Wort gemeldet. Der türkische Spitzenklub verkündet auf seiner Homepage, dass Çalhanoğlus Eltern einen Vorvertrag mit dem Klub abgeschlossen haben, als der inzwischen 18-Jährige noch nicht volljährig war. Der Spieler habe allerdings mitgeteilt, nicht zu dem Schwarzmeerklub wechseln zu wollen.

Wenn morgen ein anderer Verein auf den KSC zukommt und ein konkretes Angebot vorlegt, werden wir uns damit beschäftigen“, kündigte Çalhanoğlus Berater Bektas Demirtas am gestrigen Dienstag in der Syker ‚Kreiszeitung‘ an. Offensichtlich ist nun ein ganz anderer Fall eingetreten. Wie weiter verfahren wird, ist noch offen.

Çalhanoğlu ist als Sohn türkischer Einwanderer in Mannheim geboren. Und obwohl Matthias Sammer in seiner ehemaligen Funktion als DFB-Sportchef versucht hat, den Youngster von einem Verbandswechsel zu überzeugen, spielt der Rechtsfuß seit der U16 für die Türkei. Womöglich schnürt er bald auch auf Vereinsebene die Fußballschuhe in dem Herkunftsland seiner Eltern.