07.02.2010 - 12:35 - Stephan Kläsener
Oliver Kahn hat Oliver Bierhoff für die gescheiterte Vertragsverlängerung von Jogi Löw mit dem DFB verantwortlich gemacht. „Es ist seine Aufgabe als Manager der Nationalmannschaft, die Verträge mit und nicht für Löw, Köpke und andere Personen auszuhandeln. Bierhoff tritt quasi als Verhandlungsführer des Trainerstabs vor dem DFB auf. Das ist ja schon fast eine Art Amtsmissbrauch von Bierhoff“, so Kahn gegenüber der ‚Bild am Sonntag’.
Bierhoff hatte für sich ein Veto-Recht bei die Berufung eines Bundestrainers sowie eine Sonderzahlung bei Vertragsunterschrift in Höhe eines Jahresgehalts gefordert. Kahn hält dies für überzogen: „Sich dann noch ein Veto-Recht, was die Bundestrainerverpflichtung anbelangt, im Vertrag verankern zu lassen, ist wohl einmalig und aus meiner Sicht weit außerhalb seines Kompetenzbereichs. Die Entscheidung über die Verpflichtung des Bundestrainers trifft in Deutschland der Präsident des DFB beziehungsweise das DFB-Präsidium - und die darf nicht abhängig sein vom Veto eines Angestellten.“ Jogi Löw hatte seine Vertragsverlängerung beim DFB auch von einem Verbleib von Oliver Bierhoff abhängig gemacht.
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