Alexander Domínguez (27/Ecuador): 50 Minuten lang mussten die Ecuadorianer gegen Frankreich in Unterzahl spielen. Fast zwangsweise kam die ‚Équipe Tricolore‘ zu einigen Großchancen. Mit seinen langen Gräten war der 1,93 Meter-Mann von LDU Quito aber stets zur Stelle. Benzema, Giroud und Co. werden die Partie sicherlich noch lange vor Augen haben, auch wenn die Franzosen bereits sicher als Gruppenerster feststanden.

Kwadwo Asamoah (27/Ghana): Auch wenn es für die Afrikaner letztlich nicht zum Weiterkommen reichte, insgesamt haben sie spielerisch durchaus überzeugt. Im letzten Gruppenspiel gegen Portugal (1:2) keimte noch einmal Hoffnung auf, als Gyan eine maßgeschneiderte Außenrist-Flanke von Asamoah zum zwischenzeitlichen 1:1 verwertete. Auch defensiv überzeugte der Linksverteidiger von Juventus Turin.

Diego Godin (28/Uruguay): Abseits aller Aufregung um Schulterbeißer Luis Suárez zeigte Uruguay gegen Italien vor allem in der Defensive eine hervorragende Leistung. Abwehrchef Godin belegte, dass er zurzeit als einer der besten Innenverteidiger weltweit gehandelt wird. Hinten ließ der elegante Abwehrmann gegen Immobile und Co. nichts anbrennen, vorne war er mit dem Rücken zur Stelle und markierte den 1:0-Siegtreffer, der den Weg ins Achtelfinale ebnete.

Rafael Marquez (35/Mexiko) Eigentlich hatte der ehemalige Barça-Spieler seine Nationalmannschafts-Karriere bereits für beendet erklärt. Coach Miguel Herrera überredete den Routinier zum Comeback und Marquez dankt es mit einer überzeugenden WM. Beim entscheidenden 3:1 über Kroatien gewann er fast jeden Zweikampf, bestimmte den Spielaufbau und erzielte das wichtige 1:0.

Vassilis Torosidis (29/Griechenland): An der fußballerisch besten griechischen Leistung seit langem hatte der Rechtsverteidiger der AS Rom entscheidenden Anteil. Nahm seinen Vereinskollegen Gervinho nahezu komplett aus dem Spiel und initiierte auf seiner Außenbahn wie Kollege José Holebas auf der Gegenseite zahlreiche Vorstöße. So offensiv hat man die Hellenen selten zuvor gesehen.

Andrès Iniesta (30/Spanien): Mit gepackten Koffern im Hotel hat der amtierende Welt- und Europameister Spanien noch einmal alten Glanz versprüht. Zumindest phasenweise. Taktgeber im Mittelfeld der Iberer war der diesmal wieder überragende Iniesta, der unter anderem das 2:0 durch Torres mit einem genialen Pass vorbereitete. Schade nur, dass die Galavorstellung des Fußball-Genius’ keinen besonderen Wert mehr hatte.

Lazaros Christodoulopoulos (27/Griechenland): So umschaltschnell wie beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste hat man die Griechen selten gesehen. Neben Routinier Georgios Karagounis war es in erster Linie Christodoulopoulos, der das Zepter im Mittelfeld in der Hand hielt. Agil, wuselig, dazu einige gefährliche Abschlüsse – der bisherige Ersatzspieler hat sich für einen Startplatz im Achtelfinale gegen Costa Rica empfohlen.

Ahmed Musa (21/Nigeria): „Was Messi kann, kann ich schon lange“, mag sich der schnelle Außenstürmer von ZSKA Moskau gedacht haben. Auf die zweimalige Führung durch den Weltstar antwortete Musa mit zwei eigenen Treffern. Dank seiner unfassbaren Schnelligkeit darf Nigeria auch im Achtelfinale gegen Favorit Frankreich auf die eine oder andere gefährliche Kontersituation hoffen.

Xherdan Shaqiri (22/Schweiz): Neben Bayern-Teamkollege Thomas Müller ist Shaqiri seit Mittwoch der einzige Hattrick-Schütze des Turniers. Beim 3:0 über Honduras erzielte der kleine Linksfuß alle drei Treffer. Treten die Schweizer gegen Argentinien ähnlich geschlossen auf, ist das Weiterkommen keine Utopie. Vor allem dann nicht, wenn Shaqiri erneut so einen Sahnetag erwischt.

Lionel Messi (27/Argentinien): Spielerisch überzeugt hat die ‚Albiceleste‘ auch beim abschließenden Vorrundenspiel gegen Nigeria (3:2) nicht. Zum Glück für die ‚Gauchos‘ konnte Messi seine Formkrise aus der zweiten Saisonhälfte überwinden. Sein Doppelpack beschert Platz eins in Gruppe F. Bis auf Messi, Ángel di María und Javier Mascherano muss sich Argentinien im Achtelfinale gegen die Schweiz aber deutlich steigern.

Neymar (22/Brasilien): Was wäre Brasilien ohne Neymar? Zum Glück für die ‚Seleção‘ stellt sich diese Frage bislang nur in der Theorie. Gegen Kamerun (4:1) überzeugte der große Hoffnungsträger des WM-Gastgebers erneut. Seine beiden Treffer leiteten den ungefährdeten Sieg ein. Für Brasilien bleibt zu hoffen, dass er seine überragende Form auch in der K.O.-Phase konservieren kann.

Auf der Bank: Fatau Dauda, José Holebas, Javier Mascherano, Ángel di María, David Villa, Jackson Martínez