Ägypten – Uruguay (14 Uhr)

Wer wird diesmal Suárez‘ Opfer?

Keine WM ohne einen Luis Suárez-Skandal. 2014 biss sich der Uruguayer mit einer denkwürdigen Aktion in Giorgio Chiellini und jedes Highlight-Video. Vier Jahre zuvor hatte Suárez den Hass eines ganzen Kontinents auf sich gezogen, als er mit einer Glanzparade auf der Linie im Spiel gegen Ghana den ersten Halbfinal-Einzug einer afrikanischen Mannschaft verhindert hatte. Es wird spannend zu sehen sein, wer Suárez diesmal zum Opfer fällt.

Was ist mit der Schulter von Mo Salah?

Suárez‘ Bruder im Geiste Sergio Ramos (und Loris Karius) war hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Mo Salahs Saison der Superlative in Tränen endete. Der ägyptische Superstar fühlt immer noch die Auswirkungen der Wrestling-Einlage des Real-Verteidigers aus dem Champions League-Finale in seiner Schulter. Alle Salah-Fans können jedoch aufatmen: Gegen Uruguay wird er mit großer Wahrscheinlichkeit spielen können.

Ist Ägyptens Stammtorwart wirklich 45 Jahre alt?

Ja, wirklich. Irgendwo in Dortmund nickt Youssoufa Moukoko anerkennend unter seiner Rheuma-Decke.

Marokko – Iran (17 Uhr)

Können Marokkos großen Drei überzeugen?

In einer Gruppe mit Portugal und Spanien wird Marokko über sich hinauswachsen müssen, um nicht nach drei Spieltagen wieder nach Hause zu fahren. Schlüssel für den Erfolg der Nordafrikaner ist ein Auftaktsieg gegen den Iran und starke Leistungen der drei wichtigsten Spieler des Kaders: Kapitän Medhi Benatia (Juventus Turin), Amine Harit (Schalke 04) und Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam).

Portugal – Spanien (20 Uhr)

Can he be a Hierro, baby?

Seit zwei Tagen ist Fernando Hierro Spaniens Nationaltrainer und hat die wohl undankbarste Aufgabe aller Teilnehmer. Wenn sein Team verliert, wird es daran liegen, dass sich die Furia Roja noch nicht von der Entlassung von Julen Lopetegui erholt hat. Gewinnt Spanien, wird es heißen, dass die Entlassung das Team zusammengeschweißt hat. Damit Hierro als guter Trainer wahrgenommen wird, muss wohl schon etwas Außergewöhnliches passieren. Ein deutlicher Sieg gegen den Europameister wäre da ein Anfang.

Wer hilft Ronaldo?

Von der Titel-Truppe 2016 sind nur noch 13 Spieler im portugiesischen Kader. Auch Finaltorschütze Éder ist nicht mehr mit von der Partie. Superstar Cristiano Ronaldo wird aber wohl wieder einen ähnlich unwahrscheinlichen Helden brauchen, um in Russland erneut um den Titel mitzuspielen. Gegen Spanien wird sich zeigen, wer aus der neuen Generation bereit ist, aus Ronaldos Schatten hervorzutreten.