In Liverpool belehrt Florian Wirtz seine Kritiker eines Besseren. In Spanien hat Real Madrid abermals den Schiedsrichter im Visier. FT wirft einen Blick in die internationale Presse.
Endlich angekommen?
Der Start von Florian Wirtz beim FC Liverpool verlief schleppend. Die Premier League wirkte zu schnell für den gebürtigen Pulheimer, unter anderem TV-Experte Gary Neville sah in ihm nur „einen kleinen Jungen.“ Den Erwartungen wurde Wirtz bislang nicht gerecht, weshalb er in den vergangenen Spielen häufiger auf der Bank Platz nehmen musste. Beim 2:0-Sieg gegen West Ham United zeigte der Mittelfeldspieler aber endlich einmal, was in ihm steckt.
Nahezu jeder Angriff der Reds lief über den 22-Jährigen, beim Treffer von Alexander Isak war er entscheidend beteiligt. Das blieb auch der sonst so kritischen englischen Presse nicht verborgen. „Florian Wirtz stellt Gary Neville ruhig“, titelt beispielsweise der ‚Mirror‘. „Florian Wirtz liefert endlich“, heißt es bei ‚Goal.com‘. Bleibt zu hoffen, dass dieser Auftritt keine Eintagsfliege war.
Elfmeter für Real
Man sollte fast meinen, dass statt dem FC Barcelona und Atlético Madrid die Schiedsrichter die größten Rivalen von Real Madrid sind. Bei dem erneuten 1:1-Unentschieden gegen den FC Girona suchte man die Schuld nicht bei sich, sondern beim Unparteiischen. Grund dafür war ein verweigerter Elfmeter in der 80. Spielminute. Eine durchaus fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns.
Der vereinseigene TV-Sender attackiert den Unparteiischen scharf: „Der Schiedsrichter hat grobe Fehler begangen, ohne dass es dafür eine Rechtfertigung gab. Er ist einer derjenigen, die Real am meisten geschadet haben.“ Sogar von „Manipulation“ ist die Rede. Auch Trainer Xabi Alonso äußerte Kritik: „Das war eine Situation, die überprüft werden musste. Das sind entscheidende Spielsituationen, die das Spiel beeinflussen können.“ Bekannte Töne aus dem Lager der Königlichen.
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