In der Rangliste der besten Torjäger Europas mischt Luis Suárez ganz weit vorne mit. Der kolumbianische Nationalspieler macht seinen Vorgänger vergessen und wäre im Sommer für 80 Millionen zu haben.
Am heutigen Montagabend (21:45 Uhr) steht in Portugal eine richtungsweisende Partie an: Tabellenführer FC Porto empfängt den Zweitplatzierten Sporting Lissabon, der den Abstand zum Spitzenreiter im Optimalfall von derzeit vier Zählern auf einen Punkt verringern will.
Dabei kommt es auch zum Duell zwischen der besten Defensive (Porto kassierte erst sechs Gegentore) und der besten Offensive (Sporting erzielte bereits 54 Treffer) der Liga.
Der Meisterkampf in Portugal
Einer, der Sportings Angriff maßgeblich prägt, und wohl auch heute Abend wieder im Fokus stehen wird, ist Luis Suárez. Der 28-Jährige sorgt in seiner ersten Saison im Trikot der Löwen für mächtig Furore. In bislang wettbewerbsübergreifend 34 Einsätzen hat der Mittelstürmer beeindruckende 25 Tore und sechs Vorlagen beigesteuert.
Bekannter Name, schweres Erbe
Erst im vergangenen Sommer war der Namensvetter von Ex-Barça-Star Luis Suárez (39/Inter Miami) als Torschützenkönig der zweiten spanischen Liga nach Lissabon gewechselt. Eine Sockelablöse in Höhe von 22,2 Millionen Euro wanderte seinerzeit an UD Almería.
In der portugiesischen Hauptstadt wurde Suárez als Nachfolger für 67-Millionen-Abgang Viktor Gyökeres (27/FC Arsenal) verpflichtet. Das anspruchsvolle Erbe trat der Kolumbianer überaus erfolgreich an. In der Liga stehen nach 20 Spielen 18 Tore zu Buche, was ihm in der Rangliste der besten Torjäger Europas einen beachtlichen sechsten Platz beschert.
Die besten Torjäger Europas
- Harry Kane (FC Bayern), 24 in 21 Spielen (1.682 Minuten)
- Kylian Mbappé (Real Madrid), 23 in 22 Spielen (1.938 Minuten)
- Erling Haaland (Manchester City), 21 in 25 Spielen (2.104 Minuten)
- Vangelis Pavlidis (Benfica Lissabon), 19 in 21 Spielen (1.773 Minuten)
- Ayase Ueda (Feyenoord Rotterdam), 18 in 20 Spielen (1.622 Minuten)
- Luis Suárez (Sporting Lissabon), 18 in 20 Spielen (1.696 Minuten)
- Igor Thiago (FC Brentford), 17 in 25 Spielen (2.117 Minuten)
- Franculino (FC Midtjylland), 16 in 17 Spielen (1.220 Minuten)
- Paul Onuachu (Trabzonspor), 15 in 18 Spielen (1.527 Minuten)
- Yanis Begraoui (Estoril), 15 in 21 Spielen (1.597 Minuten)
Den Vortritt lassen muss der achtfache Nationalspieler nur den Superstars Harry Kane (32/FC Bayern), Kylian Mbappé (27/Real Madrid) und Erling Haaland (25/ManCity) sowie dem Griechen Vangelis Pavlidis (27) vom Rivalen Benfica Lissabon und dem Japaner Ayase Ueda (27) von Feyenoord Rotterdam.
Suárez ist dabei auch ein Mann für die wichtigen Momente: In den vergangenen beiden Ligapartien erzielte der Goalgetter mit der Rückennummer 97 jeweils spät in der Nachspielzeit den Siegtreffer. Und auch am siebten Spieltag der Champions League Ende Januar sorgte der Doppelpacker mit einem Tor in der 90. Minute für Sportings 2:1-Erfolg über Titelverteidiger Paris St. Germain.
80 Millionen für Suárez?
Mit seinen Leistungen empfiehlt sich der Rechtsfuß selbstredend auch für die Klubs aus den europäischen Top5-Ligen. Ob für Suárez, der mit 28 Jahren keinen Talentstatus mehr inne hat, schon im Sommer der nächste Karrieresschritt ansteht, ist derzeit offen. Die Wechselgerüchte halten sich bislang in Grenzen – günstig ist der Angreifer ohnehin nicht.
In seinem langfristig bis 2030 datierten Vertrag besitzt Suárez eine Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro. Klar ist aber auch: Treffsichere Stürmer sind auf dem Markt jederzeit heiß begehrt. Bei der anstehenden WM kann sich Suárez dann mit Kolumbien an der Seite von Bayern-Star Luis Díaz (29) und Ex-Münchner James Rodríguez (34/Minnesota United) weiter ins Rampenlicht spielen.
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