In den wilden Transfer-Poker um Julián Alvarez könnte endlich Bewegung kommen und Lionel Messi seinen neunten Ballon d’Or einsacken. Die FT-Presseschau am Freitag.
Simeone zeigt sich begeistert
Diego Simeone hat offenbar einen potenziellen Ersatz für Julián Alvarez (26) gefunden, der Atlético Madrid am liebsten noch in diesem Sommer in Richtung FC Barcelona verlassen würde. Eigentlich sind die Fronten verhärtet. Barça warb offensiv um den argentinischen Nationalspieler und die Rojiblancos ließen heute einmal mehr verlauten, dass ein Wechsel auf keinen Fall stattfinden wird. Beide Klubs tauschen markige Ansagen über die Medien aus, ansonsten bewegt sich nichts. Das könnte sich im Nachgang der WM jedoch ändern.
So berichtet der Journalist Jota Jordi von ‚El Chiringuito‘: „Mir wurde gesagt, dass es einen Spieler gibt, der Atlético Madrid und vor allem Diego Simeone sehr gut gefällt. Es gab bereits Kontakte. Diese Kontakte verliefen sehr positiv und werden ab nächsten Montag intensiviert. Der Spieler ist Oyarzabal. Mir wurde gesagt, dass Simeone von ihm begeistert ist. Mir wurde gesagt, dass der Transfer zustande kommen wird, falls Alvarez den Verein verlässt.“ Mikel Oyarzabal (29) von Real Sociedad könnte also der nötige Ersatzmann sein, der den Weg für den Blockbuster-Transfer ebnet. Beide Angreifer treffen ausgerechnet im WM-Finale am Sonntag (21 Uhr) im direkten Duell aufeinander. Oyarzabal steht bei fünf WM-Treffern, Alvarez traf bislang erst einmal.
Alles deutet auf Messi hin
Ende Oktober wird in London der Ballon d’Or verliehen. Wer die Auszeichnung erhält, scheint offener zu sein als in den vergangenen Jahren. Echte Favoriten kristallisieren sich bisher nicht heraus. In den Medien wird fleißig diskutiert. Laut Buchmachern haben Kylian Mbappé, Harry Kane, der achtfache Sieger Lionel Messi, der amtierende Titelträger Ousmane Dembélé, Michael Olise, Jude Bellingham und Lamine Yamal die besten Chancen. Der ‚kicker‘ gibt zu bedenken, dass „das WM-Endspiel am Sonntag noch einmal kräftig Einfluss“ auf die Entscheidung nehmen wird. Auch die ‚Marca‘ nennt Yamal, der jedoch bisher keine besonders starke Weltmeisterschaft gespielt hat, Messi und auch Rodri als wahrscheinlichste Kandidaten.
Messi überzeugt mit bisher acht Treffern und vier Vorlagen und führte ein ordentliches, aber nicht herausragendes Argentinien ins Endspiel. „Mit 39 Jahren und als Spieler bei Inter Miami in der MLS hätten noch im letzten Monat nur wenige damit gerechnet, dass Messi überhaupt im Gespräch für die diesjährige Auszeichnung sein würde. Doch der Argentinier scheint in Nordamerika wieder fast auf dem Höhepunkt seiner Form zu sein“, konstatiert ‚TNT Sports‘. Und auch ‚France Football‘, das zusammen mit der FIFA den Preis vergibt, scheint bereits den Weg für den kleinen Argentinier zu ebnen. So postete der offizielle Twitter-Account des Ballon d’Or einen Beitrag mit dem Titel: „Kann man den Ballon d’Or gewinnen, ohne für einen europäischen Verein zu spielen?“ Die Antwort lautet natürlich: „Ja.“
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