Im kommenden Sommer will Neymar bei der WM 2026 sein letztes großes Hurra erleben. Doch seine Nominierung für das Turnier ist fraglicher denn je.
Es sollte das triumphale Startelf-Comeback werden. Nach seiner wochenlangen Zwangspause aufgrund einer Oberschenkelverletzung und einem Joker-Einsatz im Anschluss stand Neymar bei der gestrigen 2:3-Niederlage des FC Santos gegen Flamengo wieder von Beginn an auf dem Rasen. Doch der Brasilianer erlebte einen Abend zum Vergessen.
Schon in der Halbzeit lieferte sich der 33-Jährige ein Scharmützel mit dem Schiedsrichter. Als der Offensivkünstler dann während der zweiten Halbzeit beim Stand von 0:3 ausgewechselt wurde, konnte er seinen Unmut nur schwer verbergen. Seinen Trainer Juan Pablo Vojvoda fragte er mehrfach nach dem „Warum“ dieser Maßnahme. Die brasilianische Presse gibt dem Coach jedoch recht und hat sich spätestens jetzt gegen ihren einstigen Liebling gewendet.
So fordert ‚Ge Globo‘ Konsequenzen: „Neymars Verhalten schadet Santos und Vojvoda sollte die Kapitänsbinde infrage stellen.“ ‚UOL Esporte‘ geht noch härter mit dem Rechtsfuß ins Gericht: „Vojvoda hat richtig gehandelt, Neymar auszuwechseln, aber er hat einen Fehler gemacht, indem er zu lange damit gewartet hat.“
Der WM-Zug wartet nicht
Neymar hatte bereits erklärt, dass er bei der WM im kommenden Jahr noch einmal das brasilianische Trikot überstreifen möchte. Trainer Carlo Ancelotti hat die Tür für den Ex-PSG-Akteur nie geschlossen, eine Nominierung blieb aber unter anderem aufgrund der Verletzungen bislang aus. Auch mit seiner dürftigen Bilanz von nur drei Toren in 15 Spielen im brasilianischen Oberhaus macht Neymar keine Werbung für sich, zumal Santos mit ihm auf einem Abstiegsrang steht.
In Brasilien herrscht der Eindruck, dass Neymar es schleifen lässt. „Von einem aktiven Fußballer erwartet man normalerweise, dass er sich voll und ganz seiner körperlichen Verfassung widmet. Von einem aktiven Fußballer erwartet man normalerweise, dass er den Fußball zu seiner Priorität macht. Nicht so Neymar“, wirft ‚UOL Esporte‘ dem gefallenen Star vor. Eine Einstellung, mit der die WM 2026 in weite Ferne rücken dürfte.
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