Musiala tiefenentspannt: Der lockere Hoffnungsträger

Auf Jamal Musiala ruhen die großen Hoffnungen des DFB-Teams. Seine Lockerheit hat er aus England mitgebracht.

Niklas Süle (l.) und Jamal Musiala bei der DFB-Pressekonferez
Niklas Süle (l.) und Jamal Musiala bei der DFB-Pressekonferez ©Maxppp

Zwei Tage vor dem WM-Start gegen Japan (Mittwoch, 14 Uhr) schweben noch zahlreiche Fragezeichen über der deutschen Mannschaft. Nicht nur sind einige Personalien in der Startelf noch unklar – auch waren die jüngsten Spiele gegen Ungarn (0:1), England (3:3) und den Oman (1:0) nicht euphorieverdächtig.

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Ein Mutmacher ist jedoch fraglos Jamal Musiala. In der laufenden Saison machte der 19-Jährige nochmal einen gewaltigen Schritt nach vorne. 22 Torbeteiligungen in 22 Pflichtspielen für den FC Bayern lautet die Bilanz des offensiven Mittelfeldspielers.

Musiala ist gesetzt

Und auch ist es Musialas unnachahmliche Spielweise mit „schlangenartigen Bewegungen“ (Thomas Müller), technischer Brillanz und Kreativität, die dafür sorgt, dass der Teenager bei der WM im deutschen Team – wohl auf der Zehner-Position – gesetzt sein wird.

Zu Musialas Auftreten auf dem Platz passte dann auch sein Auftritt auf der heutigen DFB-Pressekonferenz. Jugendlich naiv ließ er Sätze fallen wie: „Es ist hier ganz relaxed. Den Tag über machen wir nicht so viel.“ Oder: „Ich glaube, es ist wichtig, die Lockerheit mitzubringen. Einfach ein bisschen Spaß haben, dann läuft alles schon.“

„Spiel mit Freiheit“

Vorstellungen, die er übrigens nicht beim DFB vermittelt bekam. Von einem englischen Reporter nach seiner Ausbildung in den Juniorenteam der Three Lions befragt, antwortete Musiala: „In der Jugend wurden viele individuelle Qualitäten gefördert, da habe ich mich gut verbessert. ‚Spiel mit Freiheit' war damals das Motto, das habe ich für meine Karriere mitgenommen und wird bei mir immer bleiben.“

Tatsächlich ist dieses Mantra in Musialas Spiel stets zu erkennen. So kreativ wie der gebürtige Stuttgarter ist niemand anderes im DFB-Team. Dem deutschen Nachwuchs wird häufig vorgeworfen, zu stromlinienförmige Fußballer hervorzubringen. Vom auswärtig ausgebildete Musiala kann man das wahrlich nicht behaupten. Und auch deswegen ruhen auf ihm auch die größten Hoffnungen bei der WM.

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