Begründung steht: Marokko ist Afrika Cup-Sieger
Der afrikanische Fußballverband (CAF) bestimmt den Landesverband von Marokko zwei Monate nach dem skandalösen Finale nachträglich zum Sieger des Afrika Cups. Das geht aus einer offiziellen Meldung des CAF hervor. Das Austragungsland hatte in Folge des verlorenen Endspiels gegen den Senegal (0:1 n.V.) bereits im Januar Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Dieser wurde damals abgewiesen. Die Nordafrikaner gingen in Berufung, der nun seitens des Verbandes stattgegeben wurde, die ursprüngliche Entscheidung des Disziplinarausschusses wurde somit überstimmt.
Der CAF begründet das Urteil mit einem Verweis auf das Verhalten der senegalesischen Spieler, die vor dem Strafstoß für Marokko in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit auf Anweisung ihres Trainers für mehrere Minuten das Feld verlassen hatten. Gemäß Artikel 82 der Spielordnung hat dies eigentlich einen sofortigen Spielabbruch zur Folge: „Wenn sich ein Team aus Gründen jeglicher Art aus dem Wettbewerb zurückzieht, nicht zu einem Spiel antritt, sich weigert zu spielen oder das Spielfeld vor dem regulären Ende des Spiels ohne Genehmigung des Schiedsrichters verlässt, wird es als Verlierer gewertet und von dem laufenden Wettbewerb ausgeschlossen.“ Laut Artikel 84 ist ein solches Spiel mit 3:0 für die andere Mannschaft zu werten. Damit geht der Titel nachträglich an die Atlas-Löwen.
Weitere Infos