Favre-Nachfolge: BVB sondiert den Markt

Lucien Favre ist mit Borussia Dortmund zuletzt wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Im Verein gibt es unabhängig davon weiter Stimmen, die den Schweizer sehr kritisch sehen. Über Nachfolger wird zumindest diskutiert.

Lucien Favre sitzen andere Trainer im Nacken
Lucien Favre sitzen andere Trainer im Nacken ©Maxppp

In der Champions League besteht nach dem 2:1 im Hinspiel gegen Paris St. Germain die realistische Chance auf das Viertelfinale. Und in der Bundesliga holte Borussia Dortmund im Jahr 2020 fünf Siege aus sechs Spielen. Nur folgerichtig, dass die Diskussion um Lucien Favre und seinen Führungsstil aktuell in der Öffentlichkeit keine allzu große Bühne findet.

Zumal der bisweilen eigenbrötlerisch anmutende Fußballlehrer aktuell viel Lob erhält, da es ihm gelungen zu sein scheint, die anfällige Defensive zu stabilisieren. Bei dieser Aufgabe hilft ihm auch Neuzugang Emre Can, der im defensiven Mittelfeld Bälle abfängt und viele Zweikämpfe für sich entscheidet.

Sammer vs. Favre

Intern bereitet sich der BVB aber auf die Ära Post-Favre vor. Wie FT weiß, ist allen voran Matthias Sammer ein großer Kritiker des 62-jährigen Übungsleiters. In offizieller Funktion als Berater des BVB-Managements hält Sammer bereits nach Alternativen für die Saison 2020/21 Ausschau.

Die ‚Sport Bild‘ nannte zuletzt Erik ten Hag (50) von Ajax Amsterdam und Mark van Bommel (42) von der PSV Eindhoven als Kandidaten. Florian Kohfeldt (37), auf den die BVB-Bosse ebenfalls große Stücke halten, dürfte derweil nach der jüngsten Entwicklung bei Werder Bremen kein akutes Thema sein in Dortmund.

Hütter hoch im Kurs

Eine große Rolle in den Gedankengängen an der Strobelallee spielt dagegen Adi Hütter (50). Der Österreicher hat sich in eineinhalb Jahren bei Eintracht Frankfurt einen blendenden Ruf in der Bundesliga erarbeitet und gilt als Spieler-Flüsterer – in dieser Hinsicht der Gegenentwurf zu Favre also. Und es ist durchaus denkbar, dass Hütter mittelfristig nach einer neuen Herausforderung strebt.

Aber auch der Name Niko Kovac (48) wurde schon diskutiert in Dortmund. Der Kroate will im Sommer einen neuen Job annehmen und wartet auf der passende Angebot. Ein solches könnte dann aber auch aus Frankfurt kommen.

Nach FT-Infos schließt man eine Rückkehr des Ex-Trainers bei der Eintracht nicht aus. Vorausgesetzt natürlich, Hütter packt seine Koffer. Und an dieser Stelle kommt wieder der BVB ins Spiel. Ergo: Das Trainerkarussell könnte im Sommer Fahrt aufnehmen.

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