Thiaws Torpremiere: Schalkes Hoffnungsschimmer

Die Knappenschmiede des FC Schalke 04 genießt nicht von ungefähr einen ausgezeichneten Ruf im Nachwuchsbereich. Malick Thiaw bewies beim gestrigen 1:1 gegen den VfB Stuttgart, dass bei den Königsblauen immer noch junge Talente eine Chance erhalten – auch in sportlich schwierigen Zeiten.

Malick Thiaw (links) jubelt über seinen ersten Profi-Treffer
Malick Thiaw (links) jubelt über seinen ersten Profi-Treffer ©Maxppp

Als am gestrigen Freitagabend die 30. Spielminute zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Schalke 04 lief, gelang den Königsblauen eine Premiere. Erstmals ging der Ruhrpottklub in dieser Spielzeit in Führung, mit dem Torschützen hatten allerdings wohl die wenigsten gerechnet: Malick Thiaw.

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„Wir haben die Situation im Training einstudiert. Ich habe Amine (Harit, Anm. d. Red.) ein Zeichen gegeben und er hat den Ball perfekt gespielt“, rekonstruiert Thiaw die Spielszene im Interview mit Vereinsmedien, „da musste ich nur noch einköpfen“.

Der 19-jährige Innenverteidiger hat nach seinem zweiten Bundesligaeinsatz Blut geleckt: „Auch wenn ich Verteidiger bin – ich mag es, Tore zu schießen. Das ist eine der besten Emotionen, die es gibt.“ Im Schalker Nachwuchs bewies der 1,91-Meter große Finne mit acht Treffern in der Junioren- Bundesliga bereits, dass er seine Körpergröße auszunutzen weiß.

Baum setzt auf Thiaw & Co.

Auf Schalke weiß man um die Fähigkeiten des gebürtigen Düsseldorfers. Internationaler Aufmerksamkeit zum Trotz konnten die Knappen ihr Eigengewächs im Juli langfristig bis 2024 an den Klub binden. Für Cheftrainer Manuel Baum ist die Nachwuchsförderung ein entscheidender Faktor.

„Es ist ganz wichtig, dass wir Spieler aus der eigenen Jugend miteinbauen. Man merkt bei Malick oder auch bei Can Bozdogan, dass sie locker aufspielen können. Das erhoffe ich mir weiterhin von ihnen“, sagt Baum.

Für den Torschützen des gestrigen Abends hatte der 41-jährige Übungsleiter dann noch ein Sonderlob übrig: „Ich fand seine Leistung wirklich gut. Er hat es in der Defensive in den Zweikämpfen sehr ordentlich gemacht. Nach Balleroberungen und im Spielaufbau hat er sich etwas zugetraut. Dass er zudem ein Tor erzielt hat, ist super.“ In Gelsenkirchen lässt die Entwicklung des Youngsters zumindest ein klein wenig Hoffnung aufkeimen, dass die Zukunft des Ruhrpottklubs nicht nur düster sein muss.

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