Hertha: Zwei Labbadia-Nachfolger im Rennen

Vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim (20:30 Uhr) zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde hinkt Hertha BSC den Erwartungen hinterher. Die Trainerfrage könnte bald akut werden.

Ralf Rangnick ist derzeit ohne Trainerjob
Ralf Rangnick ist derzeit ohne Trainerjob ©Maxppp

„Wir verschließen die Augen nicht, dass wir noch nicht so weit sind und uns mehr Punkte erwünscht haben“, umschreibt Trainer Bruno Labbadida die gegenwärtige Situation von Hertha BSC noch recht verblümt. Fakt ist: Der sündhaft teure Kader steht mit 17 Punkten aus 16 Spielen so schlecht da wie seit elf Jahren nicht mehr.

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Die eigenen Europa-Ansprüche muss die neureiche Hertha begraben, vielmehr gilt es heute Abend im Duell 13. gegen 14. (20:30 Uhr), die Tabellennachbarin TSG Hoffenheim auf Distanz zu halten. Gelingt das nicht, könnte es auch für Labbadia immer ungemütlicher werden.

Zwei Namen gehandelt

Der ‚B.Z.‘ zufolge „brodelt es in den Hertha-Gremien“, wenn es um die Trainerposition geht. Mit Ralf Rangnick (62) und Domenico Tedesco (35) wirft die Hauptstadt-Zeitung sogar schon zwei Namen potenzieller Labbadia-Nachfolger in den Raum.

Rangnick, ein Experte für ambitionierte Fußball-Projekte, ist seit seinem Rückzug bei RB Leipzig vereinslos. Der Vertrag des Ex-Schalkers Tedesco bei Spartak Moskau läuft Ende Mai aus und wird nicht verlängert. Labbadia ist derweil seit April im Amt. Seitdem holte er durchschnittlich 1,15 Punkte pro Spiel – ziemlich wenig.

Preetz ebenfalls angezählt

Vor knapp einer Woche stärkte Michael Preetz Labbadia noch den Rücken und sagte der ‚Sport Bild‘: „Wir sehen, wie Bruno alle Themen angeht und sind total von ihm überzeugt.“ Seitdem spielte die Hertha aber nicht nur espritlos 0:0 in Köln. Auch Preetz selbst scheint intern angezählt zu sein. Der neue Vorstandsboss Carsten Schmidt verteilte etwa Fragebögen an Mitarbeiter, in denen auch über die Tauglichkeit der Sportlichen Führung Erkundigungen eingeholt wurden.

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