FT-Kurve Bundesliga

50+1-Konsequenzen für RB? | Irrer Millionen-Streit um Depay

Während RB Leipzig die Vereinsstruktur verändern muss, findet rund um Memphis Depay eine Schlammschlacht statt. FT mit der Presseschau am Mittwoch.

von Lukas Weinstock
2 min.
Oliver Mintzlaff und Memphis Depay auf dem Bild der Presseschau @Maxppp

50+1 bleibt bestehen

„Das Bundeskartellamt hält die 50+1-Regel weiterhin für kartellrechtlich zulässig. Voraussetzung ist jedoch, dass sie konsequent und ohne Unterschiede – sofern es für diese keinen sachlichen Grund gibt – angewendet wird“, teilte die Behörde in einem offiziellen Statement am Mittwochmorgen mit. RB Leipzig ist in der Bundesliga eine von wenigen Ausnahmen, da nur 23 von rund 1.100 Mitgliedern stimmberechtigt und dazu noch mit dem geldgebenden Konzern Red Bull verbunden sind.

Unter der Anzeige geht's weiter

Für die konsequente Anwendung der 50+1-Regel stellt das Kartellamt eine klare Forderung an die DFL: „Dazu gehört, dass die DFL bei allen Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga gleichermaßen für einen offenen Zugang zur Mitgliedschaft und damit für die Mitbestimmung der Fans sorgt. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die DFL in ihrer Lizenzierungspraxis nicht ausreichend darauf achtet, dass durchgängig alle Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga ihren Fans die Möglichkeit bieten, als stimmberechtigtes ordentliches Neumitglied aufgenommen zu werden.“ Ein klarer Hinweis an die Sachsen, die bisherige Vereinsstruktur hinsichtlich des Stimmrechts der Mitglieder zu verändern – sonst dürften Konsequenzen drohen.

Nachzahlung für Depay

Die Wege von Memphis Depay und Corinthians trennen sich nach zwei Jahren überraschend wieder. Das hat vor allem finanzielle Hintergründe, wie der Verein bekanntgab: „Diese Entscheidung wurde ausschließlich und allein unter Berücksichtigung der finanziellen Gesundheit unserer Institution getroffen, die ein rigoroses Gleichgewicht und Verantwortung in der Verwaltung der verfügbaren Ressourcen erfordert.“ Wie ‚ge.globo‘ berichtet, haben sich die Brasilianer jedoch bereits ein Millionengrab geschaufelt.

Unter der Anzeige geht's weiter

Demzufolge könnte Corinthians dem 32-Jährigen unter Berücksichtigung von Zinsen eine Summe von bis zu 13 Millionen Euro nachzahlen müssen. Die Schulden seien durch im seit Anfang August ausgelaufenen Vertrag festgelegte Bonuszahlungen entstanden. Diese beinhalteten Prämien für Tore, Vorlagen und Titel. „Ich werde mich in den kommenden Tagen öffentlich äußern, aber seien Sie versichert, dass ich dieses inakzeptable Verhalten nicht ungestraft lassen werde“, kündigt Depay mit Blick auf die ausgebliebene Vertragsverlängerung an.

Unter der Anzeige geht's weiter
Unter der Anzeige geht's weiter
In die Zwischenablage kopiert