Pistole auf der Brust: Eintracht stellt Bobic vor die Wahl

Eintracht Frankfurt hat im Poker um Fredi Bobic alle Trümpfe in der Hand. Will Hertha BSC den Ex-Spieler als neuen Sportchef installieren, muss der Klub Farbe bekennen – und tief in die Tasche greifen.

Fredi Bobic ist Sportvorstand bei der Eintracht
Fredi Bobic ist Sportvorstand bei der Eintracht ©Maxppp

Das hatte sich Fredi Bobic vermutlich etwas leichter vorgestellt. Doch auf sein öffentliches Vorpreschen vor rund einer Woche folgte eben nicht die Freigabe von Eintracht Frankfurt. Im Gegenteil, bei den Hessen war man verärgert und fordert nun seinerseits eine saftige Ablöse für den Sportchef.

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Nach Informationen der ‚Bild‘ stellt die Eintracht den 49-Jährigen vor die Wahl: Entweder sein anvisierter neuer Klub Hertha BSC bekennt offen Farbe und beginnt die Ablöseverhandlungen oder aber Bobic muss die verbliebenen zwei Vertragsjahre erfüllen.

Mittwoch ist Deadline Day

Am Mittwoch soll sich Bobic vor dem Frankfurter Aufsichtsrat erklären. Im Anschluss läuft es wohl auf Verhandlungen zwischen den beiden Bundesligisten hinaus. Denn eine reelle Zukunft hat der Funktionär nach diesem öffentlichen Schauspiel bei den Adlern wohl nicht mehr, selbst wenn diese den Verbleib als Druckmittel benutzen.

Als Ablöseforderung stehen fünf Millionen Euro im Raum. In Bundesliga-Maßstäben wäre das für einen Sportchef eine sehr große Summe. Die Hertha ihrerseits steckt mitten im Abstiegskampf und kann Bobic momentan schlichtweg nicht die sichere Perspektive Bundesliga bieten – komplizierte Voraussetzungen für einen Millionen-Poker.

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