Neuzugänge trumpfen auf: Frankfurts Trendwende dank Lindström & Borré

Nach einem schwachen Saisonstart hat Eintracht Frankfurt das Ruder spektakulär herumgerissen. Eine Schlüsselrolle bei der Trendwende spielen die Neuzugänge Jesper Lindström und Rafael Borré.

Jesper Lindström bejubelt sein Tor
Jesper Lindström bejubelt sein Tor ©Maxppp

Wohl niemand hätte am 24. Oktober prognostiziert, dass Eintracht Frankfurt eine der besten Hinrunden der Klubgeschichte spielen würde. Denn die Mannschaft von Oliver Glasner hatte da gerade mit 0:2 gegen den VfL Bochum verloren und damit nur einen Sieg innerhalb der ersten neun Spieltage eingefahren.

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Genau diese Prognose ist nun aber tatsächlich wahrgeworden. Nach dem Bochum-Spiel rehabilitierte man sich mit einem 1:1 gegen ein nominell überlegendes RB Leipzig und gewann in Folge sechs der nächsten sieben Spiele. Vor der Winterpause stehen die Frankfurter nun mit 27 Punkten auf Tabellenplatz fünf.

Glasner hat es geschafft, einer Mannschaft, die durch Nebenkriegsschauplätze wie den vieldiskutierten Abgang von Adi Hütter, den Verlust von Toptorjäger André Silva oder den „Streik“ von Schlüsselspieler Filip Kostic verunsichert war, neues Selbstvertrauen einzuflößen. Die Eintracht spielt wieder Eintracht-Fußball – körperlich, dynamisch, leidenschaftlich, direkt.

Neuzugänge in Topform

Wichtiger Erfolgsfaktor sind dabei auch zwei Neuzugänge: Jesper Lindström (21) und Rafael Borré (26). Beiden fiel die Eingewöhnung in Frankfurt schwer, beide trumpfen nun auf.

Lindström, der zunächst Probleme hatte, sich an das körperliche Niveau der Bundesliga zu gewöhnen, ist mittlerweile einer der besten Angreifer der Mannschaft. An sechs Toren war der schnelle Däne in den vergangenen sechs Spielen direkt beteiligt. Borré steht bei fünf Scorer-Punkten in den vergangenen vier Spielen und hat seine Rolle als SGE-Sturmspitze gefunden.

Beim gestrigen 1:0-Sieg der Frankfurter über den FSV Mainz 05 war es passenderweise auch Borré, der für Lindström auflegte. Mit dem neuen Traum-Duo in Topform ist es dann auch zu verkraften, dass andere Neuzugänge wie Sam Lammers (24) oder Jens Petter Hauge (22) noch hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Ruhiger Transferwinter

Das Vertrauen in die Mannschaft ist groß, weshalb die Eintracht-Verantwortlichen entspannt in Richtung Wintertransfermarkt blicken. „Wir haben einen relativ großen Kader und sind von jedem einzelnen Spieler überzeugt. Wir sind mit unserem Kader sehr zufrieden“, erklärte Sportvorstand Markus Krösche in einer gestrigen Medienrunde (zitiert via ‚Sportbuzzer‘). Denn wer braucht schon Wintertransfers, wenn die Neuzugänge aus dem Sommer auftrumpfen?

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