Wettbieten eröffnet: BVB im Rennen um serbischen Serie A-Star?

In Dortmund erinnert man sich nur ungern an die vergangene Saison. Nach dem Rücktritt von Jürgen Klopp soll Thomas Tuchel die Borussen zu alter Stärke zurückführen. Dabei muss er bisher auf etabliertes Personal zurückgreifen. Bald könnte jedoch Verstärkung aus der Serie A eintreffen.

Adem Ljajic genießt im Revier einen exzellenten Ruf
Adem Ljajic genießt im Revier einen exzellenten Ruf ©Maxppp

Nach sieben Jahren unter Jürgen Klopp bricht bei Borussia Dortmund eine neue Ära an. Zu einem Einschnitt kam es bisher jedoch nur auf der Trainerbank. Thomas Tuchel soll den BVB zurück in die Champions League führen. Auf dem Transfermarkt hielt man sich bisher eher zurück. Gonzalo Castro von Bayer Leverkusen ist der einzige neue Feldspieler, der als sofortige Verstärkung angesehen werden kann. Bald könnte sich noch ein zweiter dazugesellen.

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Laut der italienischen Tageszeitung ‚Il Messaggero‘ sind die ‚Schwarz-Gelben‘ an einer Verpflichtung des serbischen Nationalspielers Adem Ljajic von der AS Rom interessiert. Doch auch andere Bundesligavereine sollen den Offensivmann jagen. Das beste Angebot habe jedoch der BVB abgegeben, heißt es. Der Vertrag des 23-Jährigen bei der ‚Roma‘ läuft noch bis 2017.

Ljajic ist beim Vizemeister der Serie A unzufrieden. Nach einem guten Start in die Saison, in der er achtmal traf und zwei Tore auflegte, war er zum Ende der Spielzeit unter Trainer Rudi Garcia außen vor. Aus diesem Grund traf sich sein Berater Fali Ramadani bereits mit Roma-Sportdirektor Walter Sabatini, um über einen Abschied zu verhandeln.

Wie plant Tuchel?

Finanziell könnte sich der BVB einen Transfer sicherlich leisten. Fraglich ist jedoch, welche Rolle Ljajic in der Mannschaft von Tuchel einnehmen soll. Der Serbe fühlt sich auf den Flügelpositionen am wohlsten. Dort haben die Borussen mit Marco Reus, Kevin Kampl, Jakub Blaszczykowski, Kevin Großkreutz und Rückkehrer Jonas Hofmann aber bereits ausreichend Personal. Auch Pierre-Emerick Aubameyang könnte die Außenbahn beackern, falls noch ein neuer Stürmer für den wechselwilligen Ciro Immobile in den Signal Iduna Park wechselt.

Fazit: Tuchel müsste also zuerst Platz im Kader schaffen, um einen Ljajic-Transfer realisieren zu können. Es sei denn, er plant mit dem Serben an anderer Stelle. Denn der schussstarke Techniker kann auch als hängende Spitze auflaufen. Falls der BVB mit ihm in der Zentrale oder eventuell als Falsche Neun plant, könnte er den Borussen eine erhöhte taktische Flexibilität bieten – für Taktikfuchs Tuchel sicherlich kein unangenehmes Szenario.

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