Mané-Transfer: „Karten werden neu gemischt“ – der Stand bei Gnabry & Lewy

Am gestrigen Dienstag traf Sadio Mané in München ein. Hasan Salihamidzic gibt Einblick in die Hintergründe des Transfers.

Hasan Salihamidzic ist Sportvorstand bei den Bayern
Hasan Salihamidzic ist Sportvorstand bei den Bayern ©Maxppp

Die offizielle Verkündung, dass Sadio Mané seinen Vertrag beim FC Bayern unterschrieben hat, steht noch aus. Für drei Jahre wird sich der Angreifer an die Münchner binden, an den FC Liverpool überweist der Rekordmeister 32 Millionen Euro Sockelablöse. Je sechs und drei Millionen können noch an Bonuszahlungen folgen. Mehrere Angebote waren nötig, um die Engländer zu überzeugen.

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„Bei unserem Einstiegsangebot gab es Boni-Modelle, die von der einen oder anderen Seite zunächst belächelt wurden, weil sie an Faktoren wie die Weltfußballer-Wahl oder an Erfolge in der Champions League gekoppelt sind“, gibt Hasan Salihamidzic in der ‚Sport Bild‘ preis.

Für Häme sorgte das unter anderem bei Spartak Moskau, der russische Erstligist ließ sich in den Sozialen Medien über das Angebot der Bayern aus. Salihamidzic meint: „Sagen wir es so: Die inzwischen sogenannte „Spartak-Moskau-Klausel“ wurde von Liverpool akzeptiert – so abwegig konnte sie also nicht sein.“

„Karten werden neu gemischt“

Mané sei „ein unheimlich flexibler Spielertyp, der auf den Flügeln seine Stärken, aber auch im Sturmzentrum überzeugt hat. Natürlich ist dort sein Spiel ein anderes als beispielsweise das von Stoßstürmern wie Robert Lewandowski oder Luca Toni. Sadio ist zwischen den Linien anspielbar, lässt anderen Offensivspielern viel Raum, um in die Lücken zu stoßen – ein Spiel, wie es Julian Nagelsmann gefällt.“

Ob der Mané-Transfer Abgänge nach sich ziehen wird, lässt Bayerns Sportvorstand offen: „Durch die Verpflichtung von Mané werden die Karten von jedem Spieler in der Offensive neu gemischt. Wir lassen das bewusst laufen. Die Frage, ob irgendeiner unserer Spieler gehen muss, hat sich mir bei der Verpflichtung Manés nie gestellt.“

Gehen Gnabry und Lewy?

Konkurrent des 30-jährigen Senegalesen ist unter anderem Serge Gnabry (26), der nur noch bis 2023 unter Vertrag steht und die Angebote zur Verlängerung bislang abgelehnt hat. „Mit Serge Gnabry hat der Mané-Transfer gar nichts zu tun. Wir wollen auf jeden Fall die Gespräche mit Serge noch einmal vertiefen, um zu sehen, ob er bereit ist, in dieser Transferperiode zu verlängern“, erklärt Salihamidzic.

Brazzo betont: „Wir wollen eigentlich nicht mit ihm ins letzte Vertragsjahr gehen, ohne von ihm zu hören, dass er bleiben will. Da soll auch überhaupt kein Druck aufgebaut werden. Klar ist allerdings: Es wäre aus Sicht des Klubs nur fair, falls ein Spieler nicht verlängern möchte, dass wir uns darüber unterhalten, wie wir diese Situation für alle Beteiligten zufriedenstellend lösen können.“

Ein großes Fragezeichen steht auch weiterhin hinter der Zukunft von Robert Lewandowski (33), der zum FC Barcelona wechseln will. Spekuliert wird, dass die Katalanen ihr erstes 32-Millionen-Angebot auf 50 Millionen aufstocken könnten. Salihamidzic: „Damit beschäftige ich mich nicht. Ich rechne damit, dass wir Robert am 12. Juli an der Säbener Straße zum Training sehen.“

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