Vertragspoker: Schwierige Adeyemi-Forderung an den BVB
Borussia Dortmund präsentiert sich dieser Tage erstaunlich gefestigt, aufkommender Ärger wie bei der Überreaktion von Karim Adeyemi bei dessen Auswechslung wird lässig wegmoderiert. In Sachen Vertragsverlängerung sorgt aber eine neue Forderung für Bauchschmerzen.
Die Vertragsverhandlungen zwischen Karim Adeyemi und Borussia Dortmund laufen auch Hochtouren, jüngst flog gar der mächtige Berater Jorge Mendes ein, um vor Ort persönlich mit Sebastian Kehl zu verhandeln. Die Forderung, die der langjährige Agent von Cristiano Ronaldo im Gepäck hatte, wird den Dortmundern aber nicht gefallen haben.
Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, besteht die Adeyemi-Seite auf eine Ausstiegsklausel. Mehr noch: Das Fachmagazin bezeichnet es als „quasi ausgeschlossen“, dass der Offensivspieler auf eine solche Exit-Option verzichten wird. Wie die Dortmunder Verhandlungsführer auf den Wunsch reagiert haben, ist nicht überliefert.
Seit Jahren versucht der BVB, auf Ausstiegsklauseln zu verzichten, nur in absoluten Ausnahmefällen wird Neuzugängen ein solcher Passus gewährt. Erling Haaland war so eine Ausnahme. Und auch die Verpflichtung von Serhou Guirassy war nur aufgrund dieses Zugeständnisses möglich.
Kein Präzedenzfall
Die grundsätzlichen Eckdaten liegen bei Adeyemi auf dem Tisch: Der 23-Jährige soll langfristig verlängern, möglicherweise sogar bis 2031, das Gehalt deutlich angepasst werden. Mendes ist allerdings dafür bekannt, bei solch langen Verträgen quasi standardmäßig auf eine Ausstiegsklausel zu bestehen.
Für den BVB ein gefährliches Spiel, würde man damit doch einen Präzedenzfall schaffen, der auch die Verhandlungen mit Nico Schlotterbeck (25) belasten könnte. Dennoch bleibt die Hoffnung in Dortmund groß, dass man bei Adeyemi eine Lösung finden kann. Für die Schwarz-Gelben spricht unter anderem, dass der gebürtige Münchner zumindest Stand jetzt absolut keine Abschiedsgedanken hegen soll.
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