Bundesliga

Stuttgart in der Undav-Falle

Der VfB Stuttgart möchte unbedingt mit Deniz Undav verlängern und auch der Angreifer würde gerne weiter für die Schwaben kicken. Doch bei den Vertragsvorstellungen liegen die Parteien auseinander. Wie weit muss der VfB ins Risiko gehen?

von Martin Schmitz - Quelle: kicker
2 min.
Deniz Undav im VfB-Trikot @Maxppp

Deniz Undav und der VfB Stuttgart – das ist seit zweieinhalb Jahren eine absolute Traum-Ehe. Der flexible Angreifer belebt das Offensivspiel der Schwaben, leitet ein, bereitet vor und trifft aktuell wieder selbst wie am Fließband. Unter Trainer Sebastian Hoeneß reifte der Spätberufene zum Nationalspieler und darf sich Hoffnungen auf den WM-Kader machen.

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Kein Wunder also, dass die Schwaben den 2027 auslaufenden Kontrakt mit dem 29-Jährigen verlängern wollen, der ebenso wie der Klub in den vergangenen Jahren sehr schnell an seinen Aufgaben gewachsen ist. Laut ‚kicker‘ werden die laufenden Verhandlungen jedoch „zum Balance-Akt“.

Der grundsätzliche Wille ist da

In einigen Punkten liegen die beiden Parteien auseinander. Die Frage ist dabei: Wie weit will und muss der Klub gehen, um den wichtigen Spieler und Fanliebling zu halten? Bereits mehrfach wurde beidseitig betont, dass die Zusammenarbeit unbedingt weitergehen soll. Doch das stimmt nicht, denn über die konkreten Bedingungen herrscht sehr wohl Uneinigkeit.

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Ein Faktor, der die Verhandlungen aktuell verkompliziert, ist die Vertragslänge. Dem Vernehmen nach besteht Undav auf einer Verlängerung um drei Jahre, der VfB denkt aber eher als maximal zwei. Der zweite Punkt ist das Gehalt.

Wer sollte bei der WM für Deutschland stürmen?
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Undav gehört mit kolportierten 4,5 bis fünf Millionen Euro zu den absoluten Topverdienern der Mannschaft. Als bester Scorer, Nationalspieler und womöglich WM-Fahrer wird Undav seine Ansprüche sicher nicht herunterschrauben, so der ‚kicker‘. Gleichzeitig muss VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth das Gesamtgehaltsgefüge gut im Auge behalten.

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VfB muss das richtige Maß wahren

Dieses steigt – parallel zum Erfolg des Klubs – aktuell von Jahr zu Jahr weiter an. Waren es 2021 noch 56,2 Millionen Euro, gab der VfB 2024 bereits 88,7 Millionen Euro für den Lizenzspieler-Etat aus. Für das laufende Jahr prognostiziert das Fachmagazin, dass der VfB „deutlich im dreistelligen Millionenbereich liegen“ sollte.

Maßgabe für die VfB-Bosse ist also, „eine vor allem wirtschaftlich vernünftige Lösung zu finden“ und nicht „ins Risiko zu gehen“. Beide Parteien sind nach eigenen Angaben in gutem Austausch. Gesucht wird eine für beide Seiten machbare Lösung. Nicht zuletzt auch, „weil ein neuerlicher Sprung automatisch Wünsche bei anderen Leistungsträgern wecken würde“.

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