Olise & Real: Bayern droht ein fataler Fehler
Die Berichte um Michael Olise reißen nicht ab. Der Star des FC Bayern liebäugelt intensiv mit einem Wechsel zu Real Madrid. Doch ein Verkauf – egal zu welchem Preis – wäre ein fatales Signal für die Münchner.
Das Wechseltheater um Michael Olise nimmt gerade Fahrt auf, obwohl der Superstar des FC Bayern gerade noch mit der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA verweilt. Bald wird der 24-Jährige an die Säbener Straße zurückkehren. Gut möglich, dass die Thematik dann erst so richtig hochkocht.
Bleibt der Tempodribbler dabei, seinen Wunsch nach einem Wechsel zu Real Madrid durchzubringen, gibt es großes Konfliktpotenzial. Am längeren Hebel sitzen definitiv die Münchner. Der Linksfuß ist bis 2029 vertraglich gebunden – ohne Ausstiegsklausel. Real soll dazu bereit sein, mehr als 220 Millionen Euro für Olise auf den Tisch zu legen. Ein Verkauf des Leistungsträgers würde jedoch einen Rattenschwanz nach sich ziehen.
Kanes Zukunft in Zweifel
Geben die Bayern Olise ab, dürfte sich auch die Vertragsverlängerung mit Harry Kane (32) schwieriger gestalten. Der Engländer befindet sich im Herbst seiner Karriere und will mit dem FCB nicht nur in Serie die Deutsche Meisterschaft feiern. Vor allem die Möglichkeit auf den Gewinn der Champions League lockte Kane einst von der Premier League zum Bundesligaprimus.
Ohne Olise würden die Chancen durchaus geringer werden. Schwächt das Management die Mannschaft, wirkt sich das auch auf die Strahlkraft des Klubs aus. Die Verpflichtung neuer Stars würde ebenso komplizierter werden. Eine Gesamtgemengelage, die bei Kane womöglich einen Denkprozess anstoßen könnte. Der Torjäger ist nur noch bis 2027 gebunden.
Signal an Konkurrenz
Bisher haben sich die Bayern nicht als Verkäuferverein gesehen. Topstars wurden gehalten – zumindest bis zum Ablauf der Verträge. Dann waren den Verantwortlichen an der Säbener Straße auch hin und wieder die Hände gebunden. Am Image der Bayern hat das aber kaum gekratzt. Fügt man sich dem Wechselwunsch von Olise und lässt ihn ziehen, sieht das anders aus.
Selbst bei einer potenziellen Ablöse jenseits der 200 Millionen Euro würden Sportvorstand Max Eberl und Co. als Verlierer aus dem Poker gehen. Auf derartige Einnahmen ist Bayern noch nie angewiesen gewesen. Was am Ende bleiben würde, wäre ein schwächeres Team als vorher. Denn einen gleichwertigen Ersatz, bei dem der Rekordmeister zuschlagen könnte, gibt der Markt derzeit nicht her.
Hoeneß hat das letzte Wort
Es ist zudem nur schwer vorstellbar, dass ein Abgang des Flügelstürmers vom Aufsichtsrat abgesegnet wird. Dort sitzen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zwei prägende Figuren der vergangenen Jahrzehnte. Beide mit großem Selbstbewusstsein ausgestattet, müssten von ihren Grundprinzipien abrücken und vor Real buckeln. Insbesondere bei Hoeneß, der zuletzt auch öffentlich immer wieder betonte, dass Olise nicht zum Verkauf steht, ist das kaum vorstellbar.
Auch Experten, die nah am FC Bayern sind, rechnen nicht mit einem Transfer. Bei ‚Bild‘ sagt Lothar Matthäus: „Sie werden die Schlagzeilen einfach ignorieren. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass Olise nächstes Jahr für Real Madrid spielt, praktisch auf null. Ich denke, Bayern wird seinen Vertrag verlängern und sein Gehalt erhöhen.“ Nur eins ist sicher, bis zum Deadline-Day am 1. September ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
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