Flicks Sonderlob für Musiala: „Er ist am weitesten“

Dreimal durfte Jamal Musiala bereits in der Bundesliga für den FC Bayern auflaufen, gestern stand er zum ersten Mal über 90 Minuten für die Profis auf dem Platz. Hansi Flick spricht ein Sonderlob aus.

Jamal Musiala im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Düren
Jamal Musiala im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Düren ©Maxppp

Beim gestrigen 3:0-Sieg des FC Bayern im DFB-Pokal gegen den FC Düren zeigte Jamal Musiala erstmals über 90 Minuten für die Profis des Rekordmeisters sein Können. Wenngleich ihm keine direkte Torbeteiligung gelang, war der 17-jährige Linksaußen einer der besten Spieler auf dem Platz.

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Mit schnellem Antritt, flinken Bewegungen und einer engen Ballführung stellte Musiala die Verteidigung des Fünftligisten immer wieder vor Probleme. Besonders beeindruckend war eine Szene in der 64. Minute, als der gebürtige Stuttgarter mit englischem Pass im Sechzehner gleich drei Gegenspieler austanzte, dann aber nur den Pfosten traf.

Sonderlob von Flick

Einen Tag später war Musiala seiner starken Leistung entsprechend dann eines der Hauptthemen auf der Bayern-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag um 18:30 Uhr. Nach dem Youngster gefragt erklärte Trainer Hansi Flick zunächst, er wolle keinem Spieler ein Sonderlob aussprechen, tat es dann aber doch.

„Jeder sieht, dass er am Ball enorme Qualität hat und Eins-gegen-Eins-Situationen sehr gut lösen kann, dass er sehr frech und selbstbewusst agiert“, erklärt Flick, „wo er zulegen muss, ist die Stabilität – auch die körperliche Stabilität. Aber er ist 17 Jahre alt und hat noch einiges vor sich.“

„Ist am weitesten“

Der Cheftrainer lobte weiter: „Aktuell muss man aber sagen, dass er von allen unseren Nachwuchsspielern aktuell am weitesten ist. Deswegen hat er auch gestern durchgespielt oder ist gegen Schalke reingekommen.“ Gleichzeitig ermahnte Flick: „Er zeigt schon seine Qualität, aber er muss weitermachen. Du darfst nie zufrieden sein mit dem, was du hast. Es ist ein Prozess und ein lebenslanges Lernen. Das gilt auch für ihn. Mit der Unterstützung der anderen Spieler kann er aber sicherlich den nächsten Schritt machen.“

In Zukunft kann sich Musiala wohl auf mehr Profi-Einsätze freuen: „Wann und wo er spielt, entscheiden wir situativ. Es kann sein, dass er bei einem Topspiel der U23 auch da spielt. Aber er ist eine gute Option für uns, auch weil Leroy Sané derzeit nicht fit ist. Aktuell sehe ich ihn eher als Option für uns.“ Möglicherweise schon am Samstag gegen Bielefeld.

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