Der Rekordtransfer ist angekommen

Im Sommer wurde Kerem Demirbay zum Rekordtransfer von Bayer Leverkusen. Auf dem Platz konnte der 26-Jährige seine Ablösesumme bisher kaum rechtfertigen. Nun scheint der Knoten endgültig geplatzt.

Kerem Demirbay im Trikot von Bayer Leverkusen
Kerem Demirbay im Trikot von Bayer Leverkusen ©Maxppp

Eine Ablöse von 32 Millionen Euro bringt eine gewisse Erwartungshaltung mit sich, vor allem wenn es die mit Abstand höchste Summe ist, die ein Verein je gezahlt hat. Es sind Erwartungen, die Kerem Demirbay im Trikot von Bayer Leverkusen bis zuletzt kaum erfüllen konnte.

Unter der Anzeige geht's weiter

Im Januar resümierte der 26-jährige Ex-Hoffenheimer selbstkritisch: „Wenn du hier nicht ablieferst, bist du draußen. Und meiner Meinung nach habe ich in den ersten sechs Monaten nicht abgeliefert. Abgeliefert in dem Sinne, was ich von mir selbst erwarte.“ Mit „harter Arbeit und Hartnäckigkeit“ wolle er zurück in die Erfolgsspur.

Bärenstark nach der Pause

Zwei Spieltage nach der Corona-Pause lässt sich festhalten, dass Demirbay sein Ziel erreicht hat. Sowohl beim 4:1 in Bremen als auch beim 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach war der Mittelfeldlenker einer der besten Spieler auf dem Platz.

Sein gesteigertes Selbstvertrauen ist dem zweifachen Nationalspieler deutlich anzumerken. Seine Pass- und Ballsicherheit ist gewohnt hoch, mittlerweile schaltet sich Demirbay aber deutlich aktiver ins Offensivspiel der Werkself ein.

Sonderlob vom Trainer

Seine persönlichen Belohnungen folgten umgehend: Gegen Bremen traf der 26-Jährige erstmals in der Bundesliga für seinen neuen Klub, legte zudem ein Tor auf. Gegen Gladbach gab es gleich den nächsten Assist. Zwei kläglich vergebene Großchancen ließen aber auch durchblicken, dass aus Demirbay wohl kein Torjäger mehr werden wird.

Von Trainer Peter Bosz gibt es dennoch ein Sonderlob. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Dienstag, 20:30 Uhr) erklärte der 56-Jährige: „Bei ihm hat es ein wenig gedauert. Aber das ist normal, wenn Spieler den Verein wechseln. Kerem spielt in der Rückrunde sehr gut und bringt seine Qualitäten auf den Platz.“ Qualitäten, die derzeit auch die Ablöse von 32 Millionen rechtfertigen.

Weitere Infos

Kommentare