BVB: Echte Chance für Schulz – oder nur Lückenbüßer?

Am Samstag gegen Mainz wird Nico Schulz voraussichtlich in der Startformation stehen. Zukunft hat das Modell trotz des ausdrücklichen Lobs von Trainer Marco Rose aber wohl nicht.

Nico Schulz und Marco Rose im Gespräch
Nico Schulz und Marco Rose im Gespräch ©Maxppp

Raphaël Guerreiro (27) ist bei Borussia Dortmund gesetzt. Weil der portugiesische Linksverteidiger mit einer Muskelverletzung ausfällt, schlägt am morgigen Samstag (15:30 Uhr) die Stunde von Nico Schulz (28). Gegen Mainz 05 wird der ehemalige Nationalspieler aller Voraussicht nach in der Startformation stehen.

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Im Testspiel gegen den SC Paderborn in der vergangenen Woche sollte Schulz Spielpraxis sammeln und empfahl sich trotz 0:3-Niederlage durchaus. „Nico hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, befand Cheftrainer Marco Rose im Anschluss an die Partie gegen den Dritten der zweiten Liga.

Schulz‘ Stärken liegen bekanntermaßen in anderen Bereichen als jene von Guerreiro: Dynamik, Durchsetzungsvermögen, Geradlinigkeit. Das Spielmacher-Gen, das Guerreiro auf der Linksverteidiger-Position so besonders macht, trägt Schulz hingegen nicht in sich.

Welche Perspektive hat Schulz?

Die Frage lautet, welche Pläne Rose mittelfristig mit dem ehemaligen Hoffenheimer hat. Weil Guerreiro öfter mit muskulären Problemen zu kämpfen hat, kann sich Schulz im Laufe der Saison durchaus Hoffnungen auf Einsätze machen. Mehr als ein Lückenbüßer dürfte er nach aktuellem Stand aber kaum sein, dazu sind Guerreiros Offensivqualitäten zu wichtig.

Bis 2024 ist Schulz vertraglich noch an den BVB gebunden. Und aus Sicht des Klubs besteht aus rein sportlicher Sicht kein Grund, den Sprinter frühzeitig vom Hof zu jagen – zu wichtig ist er als Backup. Ob Schulz, der einst mit großen Ambitionen nach Dortmund gekommen war, diese Rolle dauerhaft behagt, ist die entscheidende Frage.

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