90 Millionen plus: Bayers profitabler Talente-Plan
Bayer Leverkusen arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich mit jungen Talenten. Dabei setzen die Rheinländer vorzugsweise auf Leihgeschäfte, um den jungen Spielern Raum für Entwicklung zu bieten.
Im Vergleich zu anderen Bundesligisten pflegt Bayer Leverkusen einen ungewöhnlichen Umgang mit eigenen Talenten. Die Werkself verzichtet auf eine zweite Mannschaft, dafür gibt es ein Förderungsprogramm, das intern als „Future Team“ bezeichnet wird.
„Das Ziel ist es, immer Spieler in diesem Team zu haben, von denen wir glauben, dass sie mal in unsere Profimannschaft kommen“, zitiert der ‚kicker‘ Geschäftsführer Sport Simon Rolfes. Leverkusens Plan: Spieler, die noch nicht bereit für den Bundesliga-Kader sind, im In- und Ausland zu verleihen, um Spielpraxis auf hohem Niveau zu gewährleisten.
Vier Verkaufskandidaten
So können sich die Spieler bestmöglich entwickeln und den Sprung in Bayers Profiteam schaffen – oder mit großem Profit verkauft werden. Als mögliche Verkaufskandidaten von Bayers aktuellen Talenten bringt der ‚kicker‘ Noah Mbamba (21), Andrea Natali (18), Alejo Sarco (20) und Kerim Alajbegovic (18) ins Spiel. Alle wurden bereits verliehen und konnten ihren Wert steigern.
Mbamba ist dem Fachmagazin zufolge „akuter Abgangskandidat“ und könnte fünf bis zehn Millionen Euro einbringen. Natali möchte die Rheinländer im Sommer verlassen – Kostenpunkt vier bis acht Millionen Euro. Für Sarco, der offenbar einen Markt im europäischen Ausland hat, fordert Bayer fünf Millionen Euro. Toptalent Alajbegovic würde der Bundesligist eigentlich gerne behalten, für einen Verkauf wären bis zu 30 Millionen Euro nötig.
Drei Leihen bereits sicher, drei sollen folgen
Darüber hinaus gibt es laut dem ‚kicker‘ drei weitere Youngster, die Leverkusen im laufenden Transferfenster noch verleihen möchte. Dazu zählen Tim Oermann (22) und Farid Alfa-Ruprecht (20), deren Wert die Verantwortlichen dem Bericht zufolge jeweils auf fünf Millionen Euro taxieren.
Oermann könnte sogar mit Kaufoption abgegeben werden, Alfa-Ruprecht zieht Interesse von Erstligisten aus dem In- und Ausland auf sich. Ein weiterer Leihkandidat: Abdoulaye Faye (21), der sich bei seinem Gastspiel beim FC Lorient mächtig weiterentwickeln konnte. „20 Millionen Euro könnte Bayer wohl schon jetzt mit Faye erzielen“, so der ‚kicker‘.
Mit Artem Stepanov (18/FC Utrecht), Francis Onyeka (19/SV Elversberg) und Issa Traoré (18), der dem Fachblatt zufolge an AS Trencin verliehen wird, hat die Werkself für die kommende Saison bereits drei Akteure leihweise untergebracht. Stepanov werde von den Verantwortlichen nach aktuellem Stand bei rund zehn Millionen Euro eingestuft.
Verbleib in Leverkusen
Zumindest vorerst in Leverkusen eingeplant sind Jeanuël Belocian (21) nach seiner Leihe zum VfL Wolfsburg sowie die Neuzugänge Aleksa Damjanovic (17/Roter Stern Belgrad) und Ndjicoura Bomba (18/Club Sportif de Bamako). Belocian hat mittlerweile das Zeug, um sich im Leverkusener Kader durchzubeißen. Damjanovic und Bomba sollen zunächst in der Jugend Fuß fassen und dann zu einem späteren Zeitpunkt auf Leihbasis abgegeben werden.
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