Lars Ricken hat angekündigt, auch künftig in England auf Talentejagd gehen zu wollen. Einige mögliche Namen sind bereits im Umlauf.
Im Interview mit der ‚WAZ‘ kündigte Lars Ricken zuletzt an, die Premier League weiterhin als einen der Kernmärkte zu betrachten: „Dort gibt es viele talentierte Spieler in der zweiten Reihe, die bei uns die Chance hätten, Champions League zu spielen. Aaron Anselmino war dafür ein gutes Beispiel.“
Im Fall des argentinischen Innenverteidigers fand das Vorgehen zwar kein positives Ende, Beispiele aus der Vergangenheit wie jene von Jadon Sancho (25) oder auch Jamie Gittens (21) geben Ricken in jedem Fall recht.
Mehrere Kandidaten wurden in den zurückliegenden Monaten gehandelt. FT bewertet die Verfügbarkeit.
Archie Gray (19/Tottenham Hotspur): Der schnelle Rechtsfuß ist seit einigen Wochen Stammspieler bei den Spurs, der sogenannten zweiten Reihe ist Gray also entwachsen. Was ihn dennoch verfügbar machen könnte, ist der mögliche Abstieg der Londoner. Auf Platz 16 liegend befindet man sich in akuter Gefahr. Gray wiederum kann in der Mittelfeld-Zentrale sowie auf der rechten Außenbahn agieren, wäre als Allrounder also durchaus interessant.
Mateus Mané (18/Wolverhampton Wanderers): Auch mit dem hochtalentierten Dribbler wurde der BVB schon in Verbindung gebracht. Bei den Wanderers hat sich Mané zuletzt immer mehr Spielzeit erarbeitet, der ganz große Impact fehlt allerdings noch. Möglicherweise reizt den Rechtsfuß die Aussicht, in der Bundesliga einen Zwischenschritt zu gehen. In jedem Fall dürften die Dortmunder die Personalie im Blick behalten, auch wenn der FC Liverpool, Manchester United und der FC Arsenal die Fährte ebenfalls schon aufgenommen haben.
Omari Hutchinson (22/Nottingham Forest): Für Hutchinson gilt Ähnliches wie auch für Gray. Zwar kam der flinke Techniker erst vor der Saison für 43 Millionen Euro von Ipswich Town und ist weitestgehend Stammspieler, allerdings befindet sich Nottingham tief im Abstiegsstrudel. Das könnte im Sommer Türen öffnen, die momentan noch verschlossen scheinen. Auch für den BVB.
Als Joker
Jadon Sancho (25/ablösefrei): Sancho ist zwar alles andere als ein Nachwuchsspieler, wird aber im Sommer voraussichtlich ablösefrei auf den Markt kommen. Manchester United verzichtet dem Vernehmen nach auf die Verlängerungsklausel und nimmt den launigen Ausnahmekicker damit von der Gehaltsliste. Ob sich die Borussia ein drittes Mal um Sanchos Dienste bemühen wird, ist noch offen. Eigentlich kann man sich das Gehalt nicht mehr leisten, aber Sancho ist sich durchaus bewusst, dass er deutliche Abstriche machen muss. Und die Vergangenheit hat schließlich gelehrt, dass er sein immenses Talent am besten in Dortmund abrufen kann.