Zehn Verlierer des Bundesliga-Saisonstarts

Vier Spieltage ist die laufende Bundesliga-Saison alt – Zeit für eine erste Bestandsaufnahme. FT zählt zehn Spieler auf, die bei ihren Trainern noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten haben.

Bei Makoto Hasebe, Nadiem Amiri und Reinier ist noch Luft nach oben
Bei Makoto Hasebe, Nadiem Amiri und Reinier ist noch Luft nach oben ©Maxppp

Admir Mehmedi (30/VfL Wolfsburg)

Erst zehn Pflichtspielminuten durfte Admir Mehmedi bislang bei den Wölfen mitmischen. Ein deutliches Zeichen auch seine Nichtberücksichtigung für den Champions League-Kader. Weil ein Last Minute-Transfer nicht mehr zustande kam, wird der Schweizer Angreifer mindestens noch bis Januar in Wolfsburg auf die Zähne beißen müssen. Er wird es schwer haben unter Trainer Mark van Bommel.

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Bouna Sarr (29/FC Bayern)

Neue Saison, gewohntes Bild: Bouna Sarr sitzend auf der Bayern-Ersatzbank. Nur gegen den unterklassigen und überforderten Pokal-Gegner Bremer SV traute Julian Nagelsmann seinem Rechtsverteidiger 90 Minuten zu. Gerne hätte sich Bayern schon im Sommer wieder von Sarr getrennt, doch ein Markt existierte wenig überraschend nicht. So wird der Franzose noch mindestens eine weitere Halbserie am Spielfeldrand verlieren.

Reinier (19/Borussia Dortmund)

Fußballerisches Talent hat Reinier unbestritten. Doch gibt es für einen brasilianischen Teenager leichtere Aufgaben, als sich in einer funktionierenden Mannschaft gegen Marco Reus und Co. durchzusetzen. Zu den sechs Supercup-Minuten sind bislang keine hinzugekommen. Bleibt Reinier bis Januar weiter so unbeschäftigt, könnten Dortmund und Real Madrid, sein regulärer Arbeitgeber, das bis Sommer angedachte Gastspiel im Ruhrgebiet vorzeitig abbrechen.

Ermedin Demirovic (23/SC Freiburg)

Eine tolle Debütsaison mit fünf Liga-Toren und zehn -Vorlagen legte Ermedin Demirovic im Breisgau hin. Diese zu bestätigen gelang dem Bosnier bis dato nicht. In den bisherigen Partien schickte ihn Trainer Christian Streich nur für wenige Minuten auf den Platz – gegen das Duo Lucas Höler (27) und Woo-yeong Jeong (21) gibt es bislang kein Ankommen.

Nadiem Amiri (24/Bayer Leverkusen)

Peu à peu hat Bayer Leverkusen die Qualität seines Kaders in den vergangenen Jahren angehoben. Einer, der der starken Konkurrenz im Mittelfeld derzeit zum Opfer fällt, ist Nadiem Amiri. Toptalent Florian Wirtz läuft dem 24-jährigen Ludwigshafener im zentralen offensiven Mittelfeld den Rang ab und auch 32-Millionen-Mann Kerem Demirbay hat nach Lage der Dinge die Nase vorn. Keine einfache Situation für Amiri.

Noah Katterbach (20/1. FC Köln)

25 Spiele für die Profis absolvierte Noah Katterbach im Vorjahr, diese Saison erwartet das Kölner Eigengewächs wohl nur die Regionalliga mit der zweiten Mannschaft. Der Linksverteidiger bringt schlichtweg nicht die von Trainer Steffen Baumgart geforderte Körperlichkeit für das neue Spielsystem der Geißböcke mit. „Jetzt muss er sich rein arbeiten. Das ist eine klare Leistungsgeschichte gewesen“, erklärte Baumgart zuletzt die Nichtberücksichtigung.

Robert Tesche (34/VfL Bochum)

Die vergangenen Jahre war Robert Tesche eine Bank im Mittelfeld des VfL. 113 Pflichtspiele, 33 davon in der abgelaufenen Aufstiegs-Saison, hat der Routinier für den Ruhrpottklub absolviert. In der aktuellen Spielzeit droht der Rechtsfuß nach seiner roten Karte im Auftaktspiel gegen den VfL Wolfsburg, den Anschluss zu verlieren. Gegen Hertha BSC (1:3) fielen nur 23 Minuten für Tesche ab. Neuzugang Elvis Rexhbecaj hat sich gut auf der Doppelsechs eingefunden, daneben ist Kapitän Anthony Losilla gesetzt.

Janni Serra (23/Arminia Bielefeld)

Der kräftezehrende Saisonendspurt mit Holstein Kiel ist nicht ganz spurlos an Janni Serra vorbeigegangen. Eine Partie musste der großgewachsene Angreifer bereits aufgrund muskulärer Probleme aussetzen, ansonsten reichte es nie für mehr als 15 Minuten. „Meine Ziele habe ich eher weniger erreicht. Ich hätte mir mehr Spielzeit erhofft und gewünscht“, sagte er auf der gestrigen Pressekonferenz. Die Spielfitness will sich der Sommerneuzugang in den kommenden Wochen zurückholen.

Makoto Hasebe (37/Eintracht Frankfurt)

Makoto Hasebes Paradeposition als absichernder Part einer Dreier-Abwehrkette existiert in Oliver Glasners neuem System bei der Eintracht nicht. Im defensiven Mittelfeld setzt der neue Coach der Eintracht derzeit eher auf die Dynamik von Djibril Sow, Ajdin Hrustic oder Kristijan Jakic. Derzeit ist der Routinier nicht mehr gefragt bei den Adlern, sofern sich das Spielsystem nicht mehr ändert.

Adrian Fein (22/Geuther Fürth)

Als „absolute Verstärkung“ bezeichnete Fürths Sportchef Rachid Azzouzi den Transfer von Adrian Fein. Bislang spielt die Leihgabe des FC Bayern München jedoch keine Rolle beim Aufsteiger. Lediglich 20 Einsatzminuten am ersten Spieltag stehen zu Buche, die folgenden Partien blieb der Rechtsfuß über die vollen 90 Minuten auf der Bank.

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